♡
Mut tut gut
und wandelt
Wut
in weise Worte.
Kleine Orte
werden
auch nicht groß,
wenn man dran zieht.
© petra ulbrich
Foto nicht von mir
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Mut tut gut
und wandelt
Wut
in weise Worte.
Kleine Orte
werden
auch nicht groß,
wenn man dran zieht.
© petra ulbrich
Ich hatte mich aufgelöst – über Jahre hinweg. Unmerklich. Sutsche piano! Ich hoffe, es wird nicht Jahre dauern, mich wiederzufinden. Natürlich kann ich nicht erwarten, dass über Nacht alles gut wird, was jahrzehntelang gewachsen ist.
Dabei ist gar nichts Dramatisches passiert, außer, dass ich der Angst viel zu viel Raum gegeben, und mich dabei vergessen habe. Es ist einfach so geschehen.
Ein bisschen habe ich mich der Angst heute gestellt. Nicht alleine, eine Sozialarbeiterin hat mich unterstützt – gestützt – hat meine gesammelten behördlichen, versicherungstechnischen Briefe und Bankunterlagen sortiert – auseinanderklamüsert und Häufchen gemacht. Zwei Stunden lang! Fertig sind wir nicht. Es ist ein Anfang und ich hatte eine Heidenangst dabei.
Es kann niemand nachvollziehen welchen Stress mir das gemacht hat. Rein verstandesmäßig ist nichts dabei – man muss nur sortieren! Noch immer ist mein Adrenalinspiegel schwindelnd hoch, und die Frau ist seit einer Stunde weg.
Andere Menschen erstarren und können nicht weinen. Ich zerfließe und löse mich in Tränen auf.
Das Bürozimmer ist jetzt abgeschlossen und ich warte auf die Stille in mir.
Vorweg, dieser Beitrag ist ein einziges Chaos!
Der Todestag rückt näher. Meine Anspannung wächst. Ich habe endlich meine eigene Diagnose vom Psychiater bestätigt bekommen. Das, was ich seit Jahrzehnten mit mir herumschleppe.
Schon als 16jährige saß ich frühmorgens – ich erinnere mich noch sehr genau – im Schriftsetzer-Ausbildungsraum der großen Druckerei in der hintersten Ecke. Zusamengekauert fand mich ein Kollegenfreund. „Was ist los?“ Ich konnte es damals nicht sagen, weil ich es auch nicht wusste. So ist es heute immer noch. Rational gibt es keine Gründe Angst zu haben. Irrational bebe ich täglich. Allein wenn jemand an der Haustür klingelt, dann …
MamS hat alles relativiert. Er ist schlagartig weggefallen – hat mich in Stich gelassen, darüber bin ich sauer. Mir ist so bewusst, dass ich alles alleine machen muss und davor habe ich Angst.
In fünf Tagen, nein eigentlich in vier, geht das Kopfkino wieder los.
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Auf, Junioren wecken, in den Tag starten!
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