einmal laut singen
damit Lieder klingen
einmal durch Pfützen flitzen
das Wasser spritzen
einmal auf und davon
bis ans Ende der Welt
einmal nichts tun
auch keine wichtigen Sachen
einmal zu dir
um im warmen Bett zu kuscheln
einmal vor die Tür
den Regen zu spüren
einmal alles auf einmal
und ins Schwarze treffen
einmal von vorn
und alles vergessen
einmal für immer
den Mut wieder finden
einmal so tun
als wäre es Frieden
Auch war ich wieder einmal sehr am zweifeln – an mir selber zweifelnd, ob ich nicht abermals überreagiert habe. Inzwischen stelle ich mich nur noch infrage. Das ist gar nicht gut. Die letztlich gemachten Vorwürfe sind leider auf sehr fruchtbaren Boden gefallen. Leider deswegen, weil ich den Fehler immer bei mir suche! Das macht das Leben nicht einfacher.
Dieses zu den weichen Knien, es schränkt mich ein.
Aufgewacht bin ich nachts um kurz vor 4:00Uhr vom Windgeheul. Die Bäume wogen (was ein schönes Wort!) bedenklich. Durst, also bin ich in die Küche um zu trinken, da sehe ich bei Nachbars jemanden mit einer Stirnlampe herumtappen. O. ist Jäger und gerade von der Jagd gekommen. Anscheinend ohne Beute, denn sonst würde sie am Haken hängen. Mich hat dieser Lichtschein erst einmal ins Wohnzimmer getrieben, um nachzusehen ob die Terrassentür auch abgeschlossen ist. War sie natürlich nicht, ein Einbrecher hätte sehr leichtes Spiel gehabt. Mein Blick fällt grad zur Tür; sie ist wieder nicht verriegelt.
Die Sonne kommt raus. Es weht immer noch. Blätter fliegen schon – der Tag beginnt!
Ja sag mal, was haben wir für ein Glück gehabt. Am Sonntagabend in Bregenz die besten Rollstuhlplätze ever, direkt am Wasser. Kein Regen, nicht kalt und entspannte, aufmerksame Junioren. Ein Kerle, der mitdirigiert, ein Töchting, das ihr gähnen rücksichtsvoll unterdrückt und eine Oper, die schnörkellos, aber dennoch gigantisch schön ist. Ich schreibe keine Rezension, das können andere besser. Ich schreibe, dass es mir wunderbar gefallen hat – den Junioren und unseren Begleitern auch.
Auch der Rückreisemontag war sonnig – in jeder Hinsicht, wenn auch teuer, weil wir durch die Schweiz heimfuhren. Des Kerles Wunsch war es! Der See glitzerte in der Sonne, die Junioren waren hundemüde glücklich. Herz, was willst du mehr; dann bin ich es nämlich auch.
Heute regnet‘s wieder. Aber das ist mir tatsächlich völlig egal. Die Junioren haben ein Schlafdefizit, die Nächte waren kurz. Der Kerle konnte bisweilen nicht mehr sitzen, hat aber tapfer durchgehalten. Nur gegessen hat er kaum. Daran müssen wir noch arbeiten, dass das auch klappt. Denn die Konzentration geht mangels Energie sehr schnell gegen Null!