Das, was ich heute zu sagen habe, interessiert keinen großen Geist. Und den kleinen geht’s nichts an!
Sommersonnengrüße aus dem Dorf im wilden Süden
Das, was ich heute zu sagen habe, interessiert keinen großen Geist. Und den kleinen geht’s nichts an!
Sommersonnengrüße aus dem Dorf im wilden Süden
Mir träumte
Ich saß auf einer Bank
Vorm Haus
Du schautest
Aus dem Fenster
Raus
Und sahst mich
Nicht
Ich war zu nah
Stattdessen hast
Du sie
Gesehen
Sie schwebte
Auf dem Bürgersteig
Sehr stolz vorbei
Du pfiffst
Du beugtest dich
Zum Rahmen raus
Und fielst
Ins grüne Gras
Ich hob dich auf
Kein Wort
des Dankes
Hattest du
Du ranntest
Ohne Rast und Ruh
Ihr hinterher
Sie drehte sich
Nicht einmal um
Dann wacht ich auf
– das Spiel wurd mir zu dumm
© petra ulbrich
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Mich fragte gestern eine Bekannte wie ich dichte. Meine Antwort fand sie unbefriedigend; ich sagte: Indem ich schreibe was mir durch den Kopf geht! Ob ich denn ein Konzept hätte? Das musste ich verneinen. Wenn ich anfange zu schreiben, weiß ich nicht wohin die Reise führt. Wie ich letztens schrieb; Gedichte entstehen beim gehen! Momentan schwebt über allen ein wenig Enttäuschung. Das Gedicht, das mir im Kopf herumspukt, über Wertschätzung, will noch nicht raus. Meine Bekannte sagte dazu, dass es wohl noch ein bisschen kochen muss! Dabei brodelt es doch schon sehr…
Die Menschheit ist doch faul. Wenn man ihnen nicht alles vor den Allerwertesten trägt und sie nur ein Häkchen machen müssen, wenn die Menschen ein paar eigene Schritte machen müssen, dann tun sie es aus Bequemlichkeit eben nicht.
Bloß nicht selber denken, hinterherlaufen wie die Lemminge – machen ja andere auch! Wie die Hunde: „Ich weiß zwar nicht, was ich mache, aber da hat einer hingeschissen. Der Platz kann also nicht schlecht sein, dann mache ich das auch!“
Oder: „Das hab ich schon immer so gemacht! Etwas Neues passt nicht in die Routine und wenn man dazu noch umdenken müsste. – Nein danke, dann mache ich lieber gar nichts!“ Am besten ist doch, man lässt sich alles vorsetzen, braucht nur noch unreflektiert zu konsumieren, und Danke sagen oder ein Feedback geben, das ist doch schon wieder viel zu viel – da muss man ja selber agieren!
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Out off: ich habe gerade 2 Stunden auf einen Techniker für des Töchtings Rollstuhl gewartet. Er hatte sich am Freitag für heute angekündigt. Nachdem ich mich durchgerungen habe anzurufen, hat man mir gesagt, dass sie gerade das Lager umziehen und heute ganz bestimmt nicht mehr kommen!
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