Kategorie: Gedankenchaos

gleichzeitig

Ich weiß, dass das alles gleichzeitig sein darf: ich darf gleichzeitig trauernd und dankbar sein, ich darf gleichzeitig fröhlich und verletzt sein, ich darf gleichzeitig guter Dinge und voller Zukunftsangst sein, ich darf gleichzeitig ganz und gebrochen sein.

Ich bin’s!

liegen lassen

Nicht alles gleich machen müssen, nicht immer parat stehen, nicht jedermanns oder -frau Dummerchens sein. Sich nicht jeden Schuh anziehen und Ratschläge auch mal liegen lassen.

Ich bin ich, das war vor Jahren mal ein Frauenbuch. Ich erinnere mich nur noch an den Titel und somit hat‘s auch keine bleibende Wirkung bei mir hinterlassen. Ich war schon immer ich und ich hab mich immer mal wieder für andere verbogen. Gerne oder unfreiwillig. In den letzten Kommentaren kam ich mir ziemlich dumm vor – als ob ich alles falsch gemacht hätte. Manchmal kann ich die Situationen, in denen wir (da schließe ich mich mit ein) noch mehr behindert werden, als sowieso schon, nicht mehr ertragen. Nicht wir sollten uns der Umwelt und den Begebenheiten anpassen (das ist jetzt auch schon wieder schwammig), sondern die Umwelt und die Begebenheiten sollten für alle barrierefrei sein und nicht zusätzlich behindern. Wenn man den Finger nicht in die Wunde legt und Missstände aufzeigt, dann passiert nichts und alles bleibt liegen/beim alten!

Ich mache schon sehr viel, doch manchmal ist auch mein Löffelvorrat aufgebraucht. Doch das ist kein spezifisches Problem behinderter Menschen und ihrer Angehörigen – diese haben nur immer mehr zu stemmen und für jeden kleinen Scheiß (sorry) um Hilfe fragen, kostet Löffel (ich verlinke es noch mal), die wir Angehörigen gut für was anderes gebrauchen  könnten.

Kuddelmuddelgedankendurcheinander mit ernstem Hintergrund und berechtigtem Zorn. Oder nennt es Wut. Mir egal, ich bin’s leid:

Lasst uns endlich aufhören für die Verständnis zu haben, die für alles Verständnis haben! – steht seit längerer Zeit in der Seitenleiste dieses Blogs.

knabbern

Dass mir noch immer neue Überschriften einfallen, das freut mich sehr. Manchmal möchte ich mich schon wiederholen, weil sich das Leben ja auch dauernd wiederholt.

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Ist es das Leben, das du dir erträumt hast?

Diese Frage hat mich erstaunt. Warum fragt mich die Frau, die mich als Freundin bezeichnet, das? Weiß sie doch, dass mein Leben gewiss nicht leicht ist. Sie lächelt und fragt mich noch einmal.

…und ich habe jetzt was zu knabbern.

Ich habe doch nur dies eine Leben. Soll ich hadern? Dann hätte ich ja noch mehr Probleme! Schon lange habe ich mir angewöhnt im hier und jetzt zu leben – natürlich mit Blick auf gestern und morgen. Aber leben kann ich nur im Moment und da spielt es, für mich, keine Rolle, ob ich es mir erträumt habe – es muss gelebt werden. So oder so!

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