Kategorie: Gedanken

zu viel los

Die Fahnenstange ist erreicht – es ist grad mehr als zu viel. Unsere Mülltonnen werden in absehbarer Zeit ausgetauscht und dann nur noch einmal im Monat geleert. Der Müll wird wohl gewogen und wer einmal Windelkinder hatte, der weiß, wie schwer die Päckchen sind und wie sie riechen. Müll ist ein kommunales Problem und unser hiesiges Landratsamt sieht Windeln nicht als Problem an: wir können ja schließlich auch öfter leeren lassen – kostet halt auch mehr. Wir haben zusätzlich Sondennahrung und das nötige Equipment, manche Familien müssen ihre Angehörigen beatmen – auch das macht eine Menge Müll. Bei den Müllgebühren will uns Angehörigen das Landratsamt nicht entgegen kommen. So sind wir alle dabei uns Gedanken zu machen – ich war deswegen auch bei der Behindertenbeauftragten, dervsind anscheinend die Hände gebunden.
Waschmaschinen rattern, weil Betten bei der Hitze verschwitzt und ansonsten auch irgendwie feucht werden. Nasse Rollstühle hinterlassen interessante Muster auf Steinfliesen und Teppich…

Ich bin müde. Ich will eine Auszeit. Meine Haut juckt, die Neurodermitis blüht und meine Lunge pfeift mir was, allerdings ziemlich taktlos. Urlaubsreif ohne Urlaubsanspruch. Es ist im Moment viel, viel zu viel. Und Helfer suche ich obendrein auch noch händeringend.

In den Wind

Es gibt keinen Text dazu – und es sind Heute auch ein bisschen viele kryptische, zu kurze Beiträge. Dennoch wünsche ich euch allen einen guten Abend!

Zeit haben

Ich habe keine Zeit zu Ende zu schreiben. Noch nicht einmal welche, anzufangen.

Es ist halb acht Uhr. Spätestens um 7:30 Uhr ist Wiebke wach. Wochentags, Samstags, Sonntags. Sie singt, sie lacht, sie ist mit sich zufrieden. Aber ich möchte noch schlafen – schlafen nein, eher im Bett bleiben, einfach im Bett bleiben. In Ruhe meinen Kaffee trinken, ohne daran zu denken, dass irgendjemand aufs Klo gesetzt werden muss oder eine neue Windel braucht. Heute soll es warm werden. 32°C am Mittag und genau dann ist der Auftritt der bunten Mützen auf einem Platz, der keinen Schatten bietet. Auf einem Platz, der im Winter eiskalt ist und im Sommer brütendheiß. Ich möchte noch liegen bleiben. So wie Carsten. Er schläft garantiert noch, hat sich die Decke über den Kopf gezogen und träumt.

Aufstehen! Noch schnell einen Kaffee machen. Ins Töchting-Zimmer gehen. „Ich will noch nicht aufstehen, will noch liegen bleiben.“ Setze sie dennoch aufs Klo, nehme meinen Kaffee und geh wieder ins Bett.

 

Copyright © 2026 voller worte – mit und ohne Innenfutter

Theme von Anders Norén↑ ↑

Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.