Kategorie: Gedankenchaos

Ich lebe …

Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen,
die sich über die Dinge ziehn.
Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen,
aber versuchen will ich ihn.
Ich kreise um Gott, um den uralten Turm,
und ich kreise jahrtausendelang;
und ich weiß noch nicht: bin ich ein Falke, ein Sturm
oder ein großer Gesang.

Rainer Maria Rilke

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Ich lese gerade ein Buch von Gerald Hüther. Vor jedem neuen Kapitel steht ein Gedicht und da ich Gedichte liebe, ist dies Buch in jeder Hinsicht ein gutes Buch für mich.

 

Indianerweisheit

Wenn du deinen Rhythmus nicht findest, dann findest du auch deine Seele nicht.

Wenn wir in innerer Harmonie sind und unseren Rhythmus haben, dann haben wir auch die besten Ideen und machen intuitiv das richtige!

Ich bin dabei meinen Rhythmus zu finden, verliere ihn aber immer wieder. Lasse mich ablenken von anderen und durch Gedanken, die unnötigerweise in meinem Kopf herumspuken. Wenn mein Kopf ganz leer ist, dann fühle ich mich wohl – und ich hoffe, ich kann diese Leere immer wieder hervorholen. Denn, so komische es klingt: nur was richtig leer ist, kann mit guten Dingen gefüllt werden – auch der Kopf!

müde vom denken

Nicht des Denkens müde, das ist komplett was anderes. 

Was passiert morgen? Was war letztes Jahr, gestern, vor einer Woche oder vor einem halben Jahrhundert? Vieles weiß ich nicht mehr und in die Zukunft sehen kann ich nicht …

Wir waren heute in einem Wohnhaus, in dem Menschen mit körperlichen Einschränkungen wohnen. Nicht, dass die Junioren dort einziehen sollen, sondern eigentlich um unser Konzept vorzustellen und um dort Unterstützung dafür zu suchen. Netzwerken heißt das auf neudeutsch! Mir fällt das verdammt schwer. Ich kann zwar sehr gut reden, aber diplomatisch bin ich nicht und andere ausreden lassen, das muss ich auch noch lernen. Aber dazu ist es nie zu spät!

Leider wohnen wir nicht in der nahen Stadt. Unser Dorf geht quasi übergangslos in die Stadt, dazwischen liegt allerdings versteckt der Grenzstein. Denn dies Wohnhaus bietet für Stadtbewohner ambulante Assistenz und Wohnen an. „Ziehen Sie doch um, dann kann ich was für Sie tun!“ 

Wir haben uns jetzt bekannt gemacht, haben mit offenem Visier gespielt, haben die Hand im Feuer und einen guten Eindruck hinterlassen. Unser Ansprechpartner dort und unser Begleiter von der Diakonie kennen uns jetzt, werden an uns denken und Kontakte vorbereiten. Mehr habe ich nicht erwartet und dennoch sind meine Erwartungen bei weitem übertroffen. Wir haben Hoffnungsschimmerhorizont!

Ich bin rechtschaffen müde. Vorher – mittags, hatte ich noch ein Telefongespräch, das mich aufgeregt, enttäuscht und wütend gemacht hat – ich muss mich endlich von dieser toxischen Person trennen. Doch noch immer denke ich, dass ich auf sie angewiesen bin …

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