Kategorie: Familie

Tagebuchbloggen

Wir sind alle ein schwarzes Loch an Bedürfnissen.

Nennt man das so? Das, was ich mache? So ganz stimmt das nicht – denn ich habe aufgehört aufzuschreiben, was hier geschieht. Für manche Leser zu profan, für andere nicht nachvollziehbar und für wieder andere zu aufgemotzt. Wenn aber eines meiner Kinder daheimbleiben muss, weil es etwas erhöhte Temperatur hat, sich ansonsten aber gut fühlt und gerne in die Werkstatt wollte, aber nicht darf, dann überkommt mich immer wieder einmal der heilige Zorn auf Corona! Dann werden die Tage lang, weil das Gegenüber nicht da ist, mit dem sie sich reiben könnten. Mir bringt das auch meinen Plan durcheinander. Einkaufen wird aufs Nötigste reduziert und holterdiepolter erledigt.

Es ist kalt draußen – der Mai hat begonnen! Ein milchiger Himmel grüßt. Kein Regen – noch nicht! In der Straße ist es ruhig, kein Auto ist in Klopapier eingewickelt und getanzt hat heute Nacht auch niemand. Wir wären gerne in einen Zoo gegangen oder auch nur in einen Tierpark, aber die Junioren werden sowieso schon zweimal in der Woche getestet, noch öfter will ich ihnen das nicht zumuten. An schwimmen, essen, Kino gehen, mag ich gar nicht mehr denken, dann wird mir der Kloß in meinem Bauch erst recht zum Wackerstein! Ich lasse den Kerle und das Töchting schlafen, die Maiwanderung und angrillen fällt eh ins Wasser …

was mir durch den Kopf geht

  •  in die Beine fährt
  • den Bauch grummelig macht
  • die Gedanken verwirrt
  • etwas mit impfen und nicht impfen zu tun hat
  • meine behinderten Junioren betrifft
  • und Fremde nichts angeht

Das alles und noch viel mehr, möchte und muss ich loswerden. Nur ist dies Blog, in der jetzigen Form kein sicherer Ort mehr für mich – weil Menschen mitlesen, die mich mit Kommentaren verletzen. Ob gewollt oder ungewollt ist dabei völlig egal. Diese Corona-Pandemie macht es mir noch schwerer mich adäquat mitzuteilen. Wohlwollende Menschen um mich herum versuchen mich abzulenken, aber das verschiebt mein Problem nur auf einen späteren Zeitpunkt. Oft ist es sogar so, dass ich nicht einmal richtig mit der Sprache herausrücke, weil mir die Zuhörenden eh nicht helfen können und ich sie hoffnungslos überfordern würde.  […]

[…] aber ich verzettele mich schon wieder in Andeutungen – vielleicht hilft mir ein passwortgeschützter Beitrag!?

Abendgrüße

Der Kerle hat sich freiwillig zurückgezogen, das Töchting wurde genötigt, ich werde heute auch bald ins Bett verschwinden.

Warum ich das schreibe? Weil’s mein Abend ist, mal wieder einer ohne Partner an meiner Seite. Einen Gin im Glas, ein Buch vor der Nase, einer Nacht in petto, die hoffentlich ruhiger wird, als die letzte. Mit nur einer Unterbrechung – der üblichen um kurz vor zwei Uhr, in der ich Carsten vom Bauch auf den Rücken drehe und Wiebke ins Bett zurückschiebe, dass sie nicht herausfällt.

Der Freund der Nachbarin fährt gerade weg, oder parkt er bloß sein Auto um die Ecke? Deren Versteckspiel ist lächerlich, gönnt doch jeder der jungen Witwe ihre neue Liebschaft!

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