Kategorie: Familie

Töchting trommelt

Oh ja, das kann sie gut! Sie spielt in einer Band Schlagzeug. Zuhause hat sie nur eine Trommel – reicht mir persönlich aus. Sie haut nicht einfach wahllos drauf. Nein, sie kann den Ton dosieren. Es gibt Wochen, da will sie keine Musik machen, keinen Bumms hören und dann wieder wird geübt. „Ich brauche einen Besen!“ Bis ich das kapiert hatte. Da sah ich eine Weile ganz schön dumm aus der Wäsche. Dass man mit einem Besen Schlagzeug spielen kann! Na klar, es ist dieses kleine Wischdings, das leise Töne macht.

Leise bin ich jetzt auch, sogar ein bisschen demütig. Denn meine behinderten Junioren haben mir aufgezeigt, dass es nicht immer nur schneller, höher, lauter und besser sein muss, es kann auch einfach mal still und normal sein. Kerzen an, Max und Moritz vorlesen oder auch anderes und einfach nur da sein…

Mögest du dir die Zeit nehmen, die stillen Wunder zu feiern, die in der lauten Welt keine Bewunderer haben. | Altirischer Segenswunsch

keine Rede

S. hatte eine Rachenentzündung!
Das ist ganz schön übel!
Und D. kommt heute auch nicht.
Dafür ist N. noch auf einer Fortbildung und A. muss auch lernen…
Aber R. ist da und die anderen auch.

Beide Junioren reden schon am frühen Morgen gegeneinander. Die Lage der Arbeitserzieher und Betreuer ist, so höre ich es aus ihrem aufgeregten Worten heraus, angespannt. Wer versorgt euch denn? Ach, es sind genug da und außerdem können wir uns auch alleine beschäftigen! Der Kerle tut großspurig. Aus seinen Augen lese ich allerdings, dass es manchmal schon sehr langweilig in der Lebenswerkstatt ist. Wenigstens scheint es warm zu sein! Das Töchting redet seit drei Tagen von nichts anderem, als dass sie am Donnerstag Zuhause bleiben und nicht abgeholt werden müssen: Wir werden geimpft! Gegen Grippe! Damit wir nicht krank werden. – Na ja, wenigstens nicht schwer krank, schränkt der Kerle ein.

Frage

Viel schreiben mag ich nicht, denn mir geht ein Gedanke durch den Kopf: Kann man zu viel Geld haben?

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Wir haben genügend, müssen nicht hungern und haben gute Kleidung. Wenn ich diesbezüglich mein Töchting frage wird sie mir sagen, dass das nicht stimmt – dem Kerle ich das schnurzpiepegal, er lässt sich das anziehen was grad da ist. In Freizeiten sogar Pullis seiner Schwester. Wir haben genug von etc. pp.

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