Kategorie: Familie

Du Mama

Nachdem wir ein StarWars-Raumschiff zusammengebaut und eine Geschichte zum drölfundachzigsten Mal vorgelesen haben, der Kerle sich geweigert hat zu essen und das Töchting wieder einmal kaum aus ihrer Kemenate herausgekommen ist – nachdem und noch viel mehr seltsamen Dingen, fragt der Kerle: „Du Mama, warum sind eigentlich komische Menschen nur mit komischen Menschen befreundet? Es wäre doch gut, wenn wenigsten einige normal wären.“ „Wenigstens (mit akzentuierter Betonung)“, so sagt das Töchting, „sind wir wieder fast gesund.“

Draußen regnet es, aber die Feuerwehr ist noch nicht ausgerückt. Der Fluss hat Hochwasser, ich verziehe mich für eine halbe Stunde in die Badewanne und werde in Ruhe gelassen. Kaum bin ich wieder präsent, bekomme ich von zwei Seiten was auf die Ohren. Und ganz nebenbei geschieht eine Menge unverblogbares…

Phänomen

Die Junioren sind ein Phänomen, sie können – besonders der Kerle – stundenlang über ein und dasselbe Thema reden und damit nerven ohne Ende! Er quatscht über Bahnlinien, darüber wo er hinfahren möchte, wo er schon mal war, mit welcher Bahn er reisen will, dass wir das unbedingt mal machen müssen, dass es sehr weit ist… Alles mit einer Ausdauer, die mir gehörig auf den Geist geht!

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fliegende Gedanken

Eigentlich – aber wenn schon ein Satz mit eigentlich anfängt, dann kann das auch nicht gut werden. Eigentlich ist eine Einschränkung, die ich gar nicht gerne mag, weil dann immer was nicht so war, wie ich mir das ausgemalt und gedacht habe…

Fangen wir noch mal von vorne an: Eigentlich war der Tag bis jetzt spannend und für die Junioren sogar schön. Für mich mit Stress verbunden: Gleich am Morgen, ich wollte den Kerle sondieren, habe ich die Spritze soweit aufgezogen, dass ich den Schiebeteil rausgezogen habe und die klebrige Aufbaunahrung rauskleckerte. Hab’s schnell wieder reingesteckt, gedrückt und den Rest der Nahrung, der noch in der Spritze war schön mit Druck im hohen Bogen im Zimmer verteilt. Das Zeug klebt und wenn es trocken ist, ist es kaum zu entfernen. Der Kerle bekleckert, die Wand vollgespritzt, die CDs, das Radio, die ganz wichtige, weil sehr genaue Funkuhr voller kakaohaltiger Nachrungsspritzer – ich selbst auch. Denn Kerle habe ich kurzerhand in der Badewanne ausgezogen und dann durfte er einweichen.  Eigentlich wollten wir ja schwimmen gehen!

Aber das Telefon klingelte – der Kerle hatte grade Schaum im Haar und dieser lief Richtung Auge – die Wunschtochter war dran: „Die Freundin von F. hat schwer Corona und F. hustet auch. Wir wollen euch nicht anstecken und sagen Schwimmen ab!“ Schon vor ein paar Tagen hat uns die Helferin für Sonntag eine Absage gegeben!

Im Briefkasten Behördenbriefe – gleich mehrere und ich mag solche Briefe nicht. Vor einigen habe ich sogar regelrechtes Muffensausen und natürlich waren sogar heute zwei dabei. Auch ein Brief, der gar nicht für uns war. Vom Erbschaftsgericht aus einem Pflegeheim. Ein Anruf im Pflegeheim lief eigentlich ins Leere, denn ein radebrechender mexikanischer Pfleger sagte mir, dass die Dame schon lange tot sei und warum ich mich erst jetzt gemeldet hätte? Ich wollte ihm erklären, dass ich weder die Dame kannte, noch ihr Erbe annehmen werde… Das konnte er nicht verstehen!

In der Waschküche hat’s plötzlich geklackert und geflackert, dann leise gezischt und dunkel wars – Leuchtstoffröhre kaputt.

Auf dem Herd hat’s auch gezischt. So schnell konnte ich gar nicht rennen, wie es gestunken hat – Zwiebeln mehr als kross! Das Töchting wollte den Topf retten, zum Glück hat sie sich nicht verbrannt und der Topf ist Edelstahl und das ist Qualitätsware. Auch wenns runter fällt noch voll in Form!

Nachmittags ist nichts passiert!

Am frühen Abend hustet mein Töchting: „Mama, mir ist kalt und ich friere!“ Sie ist ganz und gar nicht kalt und liegt jetzt mit Waschlappen auf der Stirn neben mir und hat Durst auf Pferminztee.

Eigentlich sollte es ein ruhiger Samstag werden!

 

es regnet

Wieder Regen – draußen! In mir drin herrscht ein gutes Gleichgewicht.

…und das auch, obwohl ein Gespräch, von dem ich mir etwas anderes erhofft hatte, als dann herausgekommen ist, leider wenig Aufschlüsse gebracht hat. Interessant war es allemal, hat es mir doch aufgezeigt, dass Behindertenpolitik immer schwieriger wird. Inklusion hört sich auf dem Papier toll an, nur leider zeigt die Realität etwas ganz anderes.

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