Behinderung, Gedanken, Gedicht

Geschenkt bekommen

Das Kind im Rollstuhl hebt die Ärmchen, so hoch es geht, und es geht nicht besonders hoch. Es öffnet die Hände, so weit wie möglich, doch die Finger krümmen sich nur.

Der kleine Körper drängt danach, loszulaufen, gespannt, was es zu entdecken und zu sehen gibt, aber die gelähmten Beine regen sich nicht, die Füßchen stecken, verdreht und verkrampft, in festen Schuhen.

Eigentlich ein Bild des Jammers.

Wäre da nicht in den wenigen noch möglichen Bewegungen diese unbändige Begeisterung, wäre da nicht, weit geöffnet, staunend und lachend dieser jubelnde Kindermund, und wären da nicht die strahlenden Augen, in denen eine Freude aufleuchtet, die vollkommen losgelöst ist von allen Grenzen und allen Behinderungen.

Da lebt ein Kind im engsten Raum einer harten Wirklichkeit und verkündet dennoch die befreiende Weite des Ewigen.

Und Gott ist Mensch geworden.

©Marianne Haas

Allgemein, Behinderung, Bücher

Du Mama

… ich habe Muckis! 

Und was für welche der Kerle hat – wenn er jetzt nicht nur Muskeln hätte, sondern auch noch ein bisschen Fleisch auf den Rippen, dann wäre ich auch froher. 

Carsten doziert gerade über die Rheinstädte. Er möchte unbedingt ins Kunstmuseum Bonn: „Da waren wir mit Papa mal und das war schön!“ Ja er hat Recht, wir werden wieder öfter ins Museum gehen. Vielleicht nicht grad nach Bonn oder ins Rheinland, aber nicht weit von uns weg gibt es gleich mehrere Würth-Museen, die noch dazu kostenlosen Eintritt haben. … und es hat den Vorteil, dass wir alleine gehen können!

Aber ins Kino! Wir wollen den Kerkeling-Film sehen. Der Junge muss an die frische Luft – irgendwie ist das doch Programm für uns.

Ich freue mich, dass meine Kinder so wunderbar sind. Danke!