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Kirchenglocken läuten

Draußen erwacht der zweite Weihnachtsfeiertag. Eine Amsel sitz im Baum vorm Fenster und singt – nicht. Ringsherum in den Fenstern der Häuser ist es dunkel. Nein, der Nachbar zur linken hat schon seit vier Uhr morgens Licht. Er ist allein und kann nicht schlafen. Aber warum weiß ich, dass er so früh aufsteht? Ich war spazieren. Im Dunklen. Viel zu leicht angezogen, wollte spüren und habe es auch. 

Die Stille, den Frieden in den Morgenstunden, keine Hektik und kein ichmussdochnochwastun. Ich habe sie gespürt, die Hand, die mich hält. Bin nicht zum Friedhof. War lange nicht dort. MamS ist nicht da. Vielleicht ist er die Amsel oder der Regentropfen, der im Kerzenschein ins Fenster glitzerte. Aber da kam der Wind und blies – alles war futsch. Was nicht in mir ist, ist auch nicht außen. Mir pocht das Herz und ich fühle so viel Liebe in mir. Wieder läutet die Glocke. Diesmal nur einmal. Im Haus gegenüber wird Licht gemacht und der Rollladen hochgezogen.  Der Tag erwacht  –  ich sollte mein Töchting aufs Klo setzen!

Ach so; gestern Abend haben Beide noch einen Weihnachtsbaum gebastelt!

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