Schlagwort: Teddys

die Kecke

Eigentlich wollte ich euch heute meinen kleinsten Bären vorstellen, aber diese selbstbewusste Bärin hat sich vorgedrängelt.

Sie behauptete, dass sie nun an der Reihe sei, da sie selbstgemacht ist.  Sie war sich nicht bewusst, dass selbst die kleinste Bärin handgearbeitet ist. Als ich ihr das erklärte, erwiderte sie nur: „Hey, ich habe ein Alleinstellungsmerkmal – ich bin voller Kreuze. Zeig mir einen anderen Bären, der so aussieht, dann trete ich gerne in die zweite Reihe zurück!“

Tatsächlich gibt es bei uns keinen weiteren Bären, der so besonders aussieht wie diese Kecke – ich gebe mich geschlagen. Bevor ich das Bild jedoch hochlade, werde ich noch Schnee schippen und meinen Kaffee austrinken. Denn von meinen Bären, so gerne ich sie auch habe, lasse ich mir nicht alles oktroyieren.

der Bücherbewachbär

der Bücherbewachbär

Er ist ein wenig schüchtern, ( lässt sich nicht gerne fotografieren, das ist ein Schnappschuss aus der Hüfte heraus) und mit Recht eigensinnig, denn seine Besitzerin hat ihn von Anfang an abgelehnt. Daher hat er auch keinen Namen; den will er nur von Wiebke bekommen, und darauf kann er leider bis auf den Sankt Nimmerleinstag warten. Das Töchting mag ihn nicht, und Punkt aus ist’s.

Der Bücherbewachbär – er mag diesen Namen ums Verrecken nicht, daher schreibe ich ihn auch nur ganz leise – hat bei mir Asyl gefunden. Er darf – er meint, er soll – und das wäre auch nur Mitleid von meiner Seite – meine Nachttischbücher warmhalten. Von Zeit zu Zeit beschwert er sich, dass es immer mehr werden: ich solle einen Zahn zulegen beim Lesen!

Im Grunde genommen ist er ein liebenswerter Geselle, den ich wirklich sehr gerne um mich habe.

die beiden alten Bären

Der große alte Bär, über 75 Jahre alt, hat in seinem langen Leben so viel erlebt. Eines Tages kam er dem Ofen mit seiner Schnauze etwas zu nahe und verbrannte sich. Trotz des Schmerzes ließ er sich geduldig seine angebrannte Schnauze tupfen. Er bekam Creme drauf, wurde liebevoll gedrückt und geknuddelt – er war ein sehr geliebter Bär vom Mann an meiner Seite. MamS erzählte, dass um ihn auch gestritten wurde, weil nämlich die Schwester Ansprüche angemeldet hat. Ich glaube, sie hat ihn – dessen Namen ich nicht weiß – genauso geliebt wie ihr älterer Bruder.

Der kleinere der alten Bären wurde mir Weihnachten vor 69 Jahren von einer meiner Patentanten geschenkt. Seitdem ist kein Weihnachten ohne meine Teddiline vergangen. Ab und zu bekam sie ein neues Kleid (leider schon lange nicht mehr!), und ich habe sie überall mitgeschleppt. Neugierig, was in ihr drin steckt, habe ich ihre Arme aufgeschnitten. Ich weinte, als die Holzwolle herausquoll. Meine Mutter wollte Teddiline wegwerfen, woraufhin ich noch mehr weinte und zeterte. Teddy bekam neue Arme mit altem Inhalt, mit der Zeit auch Schuhe und leuchtend neue Knopfäuglein …

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