Schlagwort: Lebensqualität

wenn jemand

Wenn jemand viel und schnell redet, dann hat er was zu verbergen!

Ist mir grad passiert. Es geht um die Tagesstruktur der Junioren. Gleich mehrere Mitarbeiter/Betreuer verlassen die Gruppe, die Leitung wird in andere Hände gegeben und strukturell wird sich auch etwas ändern. Zu allem wurden die Angehörigen nicht oder nur sehr knapp benachrichtigt. Ich, ja ich, habe heute angerufen und ein gutes, zwar sehr wortreiches auf der Gegenseite, Gespräch geführt. Wer mich kennt, und weiß wie ungerne ich telefoniere, weiß, dass das eine große Herausforderung für mich war.

 

Baklava, Nudeln mit Soße und der Tag danach

Wie fange ich an? Mit den Herzklopfen im Vorfeld? Oder mit der Soße, für die ich vergessen habe Oregano einzukaufen? Vielleicht mit den beiden Betten, in denen ein Malheur passiert ist und die schnell noch gewaschen werden mussten? Fange ich damit an, dass ich mir am Morgen gewünscht habe, es wäre endlich Mittag und am Mittag, die Zeit würde ganz langsam vergehen?

Geschehen ist es umgekehrt!

Aber eigentlich fehlen mir die Worte für den gestrigen Samstag. Aufregend war es – das Blind Date mit Isabel. Meine Vorfeldbedenken hätte ich gut gleich über Bord schmeißen können. Sie waren völlig unnötig. Schon durchs Fenster sah ich, dass mir dieses Paar (der Mann war auch dabei) sympathisch ist. Es war heimelig schön, sehr vertraut und leider viel zu kurz. Die wichtigsten Fragen – ach, was sind schon wichtige Fragen, wenn man sich gegenübersitzen kann – viele Fragen kommen jetzt erst hoch. Ich hätte es wie Carsten machen sollen, er hat losgeplappert und ohne Scheu gefragt. Von diesem kleinen Mann kann ich lernen!

Liebe Izzy, es war wunderbar. Die glitzernden Tränchen, der krümelnde Schokokomuffin und unkomplizierte liebe Gäste haben den Feiertag perfekt gemacht – nein, die Gäste waren mein Highlight, besonders die wunderbar emphatische an der Stirnseite unseres Esstisches. Dankeschön!

P.S.: und wir haben kein einziges Foto geknipst, dafür aber tausend jetzt im Herzen.

Samstagmorgengedanken

Es ist gar nicht mal so früh an diesem Samstagmorgen. Ich strolche durch verschiedene Blogs und denke mir: ich muss raus aus dieser Bubble, ich fühle mich gefangen. Aber wie schaffe ich das, die immer gleichen Themen zu durchbrechen? Ich lese bereitwillig Dinge, die mich überhaupt nicht interessieren, nie interessiert haben – über Büroarbeitsplätze, über Bücher, die ich nie lesen werde, und über Reisen, die ich niemals machen kann. Ich stecke fest. Auch der Umstände wegen, weil ich nicht flexibel genug bin. Sind es die äußeren Umstände oder mache ich sie mir selbst?

Vermutlich sowohl, als auch. Ich habe mich in meiner Bequemlichkeit eingerichtet. Es ist ja auch einfach, dazusitzen und machen zu lassen, statt selbst zu tun. Selbst zu tun braucht erstens Mut und zweitens Kraft und drittens den Tritt in den Hintern, um anzufangen.

Als Erstes muss ich mich zwingend öffnen und neu orientieren – ich möchte die Menschen in der Bubble nicht verlassen, sie sind mir wichtig, ich möchte nur auch mal woanders hin. Dazu braucht es aber Offenheit von anderen Leuten außerhalb und keine geschlossene Blase. Es braucht Türen, die auch mal andere, vielleicht vordergründig unbequeme Menschen, in ihr Reich reinschauen lassen und nicht gleich sagen: die ist aber blöd! Die hat vor ein paar Jahren den Laden dermaßen aufgemischt, die lassen wir nicht wieder rein, weil sie total was anderes sagt.

Wisst ihr, wenn man diesen Stempel hat, wenn man anders ist und vielleicht auch noch anders aussieht, eine andere Sozialisierung hat und anders denkt, dann muss man ganz schön strampeln, um in anderen Gruppen Fuß zu fassen.

Ich weiß, wovon ich rede! Ich bin ausgegrenzt worden, auch deswegen, weil ich provozierend war und unkonventionelle Ideen hatte, Thesen aufgestellt habe, die den Finger in die Wunde gelegt haben und die den Mitmenschen den Spiegel vorgehalten haben. Niemand mag in eine Fratze gucken, ich auch nicht. Da wurde mir gesagt: du hast hier nichts zu suchen, guck nach Gleichgesinnten und lass uns mit deinen kruden Ideen in Ruhe. Da wird man zum Einzelkämpfer. Aber als einzelner kannst du nichts machen – da wirst du höchstens einsam und suchst dir halt ne Bubble, wo du zwar nicht wirklich reinpasst, aber geduldet bist. Und ganz im Inneren sehnst du dich nach anderen und stößt an verschlossene Türen.

Copyright © 2025 voller worte

Theme von Anders Norén↑ ↑

Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.