Behinderung, Gedankenchaos, Junioren

zu mutig?

Gerade im Moment verlässt mich der Mut. Bin ich zu mutig gewesen? Mein Neffe kommt uns besuchen – heute Abend. Für die kommenden Tage habe ich einen Kurzurlaub gebucht. Sehr spontan. In Oberschwaben. In einem schönen Hotel mit Schwimmbad und gutem Essen. Sehr spontan – vielleicht zu sehr? Die Junioren freuen sich. Aber ob sich der Neffe auch freut? Ich bekomme so langsam gewaltige Angst vor meiner eigenen Courage. Er hat jedenfalls gesagt, dass es ihm recht ist. 

Wie lange war ich nicht weg? Viel zu lange! Und jetzt krieg ich Muffensausen. Dabei wünsche ich mir nichts mehr, als endlich einmal wieder in einem Hotel aufzuwachen, mich an den Frühstückstisch zu setzen und mich bedienen zu lassen. Wenn denn nicht der Reichsbedenkenträger seine Ansprüche anmelden würde!

Alltag, Behinderung, Familie, Gedankenchaos

aufgegriffen

Dieses: … ich wälze mich mitunter schlaflos in meinem Bett. Obwohl ich manchmal todmüde bin…, was C Stern im Kommentar zum Kerle-Bulletin schreibt, das kann ich nur bestätigen. 

Ich bin momentan sehr angespannt. Richtig entspannen kann ich nicht. Noch nicht einmal beim Qigong komme ich zur Ruhe, obwohl ich dachte, dass das genau das richtige für mich ist. Feldenkrais wäre für mich besser – die Angebote passen aber so gar nicht in mein Zeitschema. Angespannt bin ich heute Morgen aufgewacht, nachdem die Nacht schwierig war. Unruhig haben beide Junioren geschlafen. Sehr gerne wären sie daheimgeblieben. Aber ich brauche Zeit, muss noch ein bisschen nachschlafen. Zum Baumarkt muss ich auch – Farbe für Türrahmen kaufen, die angeschlagen sind. Ach ja, und dann? Dann möchte ich Menschen auftun, die mir mit der Essproblematik des Kerle helfen können. Doch wo finde ich die?

Behinderung, Gedankenchaos

aushalten

Lieber die Straßenseite wechseln, wenn der Ehemann der kürzlich verstorbenen Nachbarin sich nähert. Das Essengehen mit der frischgetrennten Freundin vermeiden, weil man nicht mehr weiß, wie man sie noch trösten soll. Den Krankenbesuch hinauszögern, weil das Leid nicht mitanzusehen ist. Haben wir das Aushalten verlernt? Einfach wachen. Auf andere oder sich selbst aufpassen. Nicht in Aktionismus verfallen oder weglaufen, sondern Trauer und Schmerz, Verzweiflung und Hilflosigkeit, Streit und Disharmonie zulassen und aushalten – miteinander zumindest für eine Weile. […]  © Ulrike Berg

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Wie ist das bei euch? Könnt ihr aushalten? 

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Eigentlich wollte ich heute über das Nichtgesehen werden meiner Junioren schreiben. Habe ich so auch indirekt …