Schlagwort: Behinderung

mit den Füßen Fliegen fangen

Oft genug könnte ich mich auf den Kopf stellen und mit den Füßen Fliegen fangen. Nicht jeden Morgen – doch heute war so einer. Es regnet! Aber das ist gar nicht schlimm. Überhaupt ist der Morgen ganz normal. Normales Chaos eben. Meine Tochter singt, der Kerle poft, Durchfall ist auch wieder da.

Inzwischen ist Nachmittag und das Wechselbad der Gefühle, bzw. die Achterbahnfahrt  ist einmal wieder voll angefahren. Pflege ist ein Fulltimejob. Krankenkassen, die eigentlich zum Wohle des Patienten da sein sollen, tun vordergründig sehr verständnisvoll, haben aber Richtlinien, die haarscharf an den Bedürfnissen der Menschen vorbeischrammen. Den halben Vormittag habe ich wegen der Inkontinenzversorgung des Kerles herumtelefoniert. Bislang habe ich die Windeln selbst besorgt und bezahlt. Eine Beraterin riet mir, das doch über Rezept abzurechnen. Ja, und da fängt die Misere an. Es gibt eine Pauschale von 24,50€ im Monat – bei einem Windelpreis von ca. 55Cent pro Stück. Das sind 49Stück, noch nicht einmal 2Windeln pro Tag. Ein Witz. Kein Witz, vielmehr Hohn. Ich könnte kotzen. Wenn das der Kerle nicht schon wieder machen würde. Er tut`s.  Dagegen isst er nichts und trinken auch nicht. Mehr erzähle ich nicht, zu mehr reicht meine Kraft nicht. Die anderen Baustellen mit der Krankenkasse gestalten sich auch schwierig. Nett sind sie, ja das sind sie – aber eine klare Aussage bekomme ich nicht.

Jetzt ist früher Abend und – na ja, es ist der normale Alltag weitergegangen. Eine nasse Hose im Jugendhaus. Ich hatte eineinhalb Stunden eine schöne Zeit bei der Freundin. Aber den verlorengegangenen Faden für diesen Beitrag hab ich nicht wieder gefunden …

 

 

 

aufgegriffen

Dieses: … ich wälze mich mitunter schlaflos in meinem Bett. Obwohl ich manchmal todmüde bin…, was C Stern im Kommentar zum Kerle-Bulletin schreibt, das kann ich nur bestätigen. 

Ich bin momentan sehr angespannt. Richtig entspannen kann ich nicht. Noch nicht einmal beim Qigong komme ich zur Ruhe, obwohl ich dachte, dass das genau das richtige für mich ist. Feldenkrais wäre für mich besser – die Angebote passen aber so gar nicht in mein Zeitschema. Angespannt bin ich heute Morgen aufgewacht, nachdem die Nacht schwierig war. Unruhig haben beide Junioren geschlafen. Sehr gerne wären sie daheimgeblieben. Aber ich brauche Zeit, muss noch ein bisschen nachschlafen. Zum Baumarkt muss ich auch – Farbe für Türrahmen kaufen, die angeschlagen sind. Ach ja, und dann? Dann möchte ich Menschen auftun, die mir mit der Essproblematik des Kerle helfen können. Doch wo finde ich die?

Kerle-Bulletin

Er kotzt, hat Durchfall, sein Wesen verändert sich, indem er langsamer und weniger aufmerksam ist, schlapp wirkt. Es geht wieder los und mir gehts außerordentlich mies damit!

Immer diese große Sorge, ja Angst um mein Kind!

Das Töchting zuckt jedesmal zusammen, wenn der Kerle auch nur den Anschein erweckt, husten zu müssen. Ich sollte mich aufteilen, um beide in den Arm nehmen zu können. 

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