Schlagwort: Behindertenarbeit

noch mal zur Schokolade

Liebe Stephanie, herzlichen Dank für dieses umfangreiche Schokoladenpäckchen! Es hat mich überrascht und gefreut haben wir uns alle darüber sehr. Momentan kann ich Nervennahrung gut gebrauchen. Hier ist alles durcheinander. In die Werkstatt zu gehen, ist für die Junioren schön, aber sie verstehen beide nicht wirklich, warum sie ihre Kumpel nicht sehen dürfen. Da Carsten und Wiebke nur im Förder- und Betreuungsbereich *untergebracht* sind, ist es nicht möglich in die eigentliche Werkstatt zu wechseln. Hygienevorschriften sind dagegen.

Mir geht’s nicht gut – wie ich gestern schon geschrieben habe, bin ich, da ich einigermaßen zur Ruhe kommen kann, krank. Kein Wunder. MamS ist auch immer zu Beginn des Urlaubs krank geworden. Ich habe gerade rekapituliert – nachdem ich doch den Krankenhausbericht gelesen habe, dass ich haarscharf am Tod vorbeigeschrammt bin. Oh Mann, jetzt weiß ich, dass noch ein großer Weg vor mir liegt.

mag sein


…, dass es heute den ganzen Tag regnet. Es ist okay, solange es nicht schüttet und die Erde wegschwemmt. Der Wind, oder gar ein Sturm, macht mir nichts aus. Ich mag es am Fenster zu sitzen und hinauszublicken, am liebsten mit Carsten an meiner Seite. Dann erzählen wir uns gegenseitig Geschichten und der Kerle redet davon, wohin er reisen möchte. Ganz wehmütig wird mir dann immer, weil ich leider alleine nicht mit ihnen verreisen kann.

Dieser Sonntag beginnt besinnlich, mit einer Kaffeetasse in meiner Hand und einer Kakaotasse in des Kerles. Wiebke trinkt seit jeher aus der Glasflasche mit Trinkschnute und sie kann keine fünf Minuten mit uns am Fenster stehen bleiben. Sie ist rastlos und rollt und rollt durchs Haus – manchmal rummst es und die Türrahmen leiden …

höfliche Lebensart

Zur Lebensart gehört, dass man auch gegen sich selbst höflich sei.

Jean Paul

Höflich sein zu sich selbst, was bedeutet das für Euch?

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Für mich bedeutet es zum Beispiel, dass ich mich bei Bedarf zurückziehe. Dass ich mir Nischen schaffe und mir Zeit und Raum gebe. Nicht immer einfach. Besonders dann nicht, wenn ich meinen Junioren gerecht werden möchte. Carsten hat heute Nacht bis um zwei Uhr am Tablet gespielt und Wiebke um sechs Uhr begonnen (mit) zu singen. Ein jeder von ihnen hat sich von dem anderen belästigt gefühlt. Abbekommen habe ich es.

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