Schlagwort: Angst

zurückziehen, oder?

Mit den Junioren, mit mir, um mich herum, mit meiner Umwelt und überhaupt – es passieren Dinge, die mich ängstigen, die mir sehr zu schaffen machen, für die ich Verantwortung trage und auch wieder nicht. Dinge, die mir geschehen, die ich nicht will und ganz viel mehr. Mir scheint, dass vieler Menschen Leben in diesen Zeiten fremdbestimmt wird. Meine Fürsorge gilt jetzt meinen Kindern, sie möchte ich nicht so in Stich lassen, wie ich im Moment in Stich gelassen wurde.

Still möchte ich sein, schreien will ich, singen und weinen, nützen wird es mir nichts – und eigentlich möchte ich reden, fragen, klären und wissen. Nur Antworten werde ich keine bekommen!

mal gucken

Gehe so weit du sehen kannst. Wenn du dort ankommst, wirst du sehen, wie es weitergeht.

Um bei dem Bild zu bleiben, ist gerade viel Nebel. Weit kann ich nicht gucken – nur bis zum nächsten Wäschesack den Carsten aus der Werkstatt mit heimbringt. Heute waren es zwei! Weiter geht das zur Waschmaschine. Und dann kommt der Gedanke, wie ich in den Kerle etwas reinbekomme, das auch drinbleibt.

Baustellen zu genüge. Das Töchting hat „Pipiprobleme“, ich huste beziehungsweise belle neuerlich und habe juckende Pusteln unterm Fuß  vom Kortison. Inzwischen weiß ich, dass das eine ausgewachsene Urtikaria ist. Alles nichts im Vergleich zum Nichtessen und Kotzen des Kerles.

Entschuldigung

… ich will euch nicht brüskieren. Ich glaube, ich halte mal für eine Weile meine Klappe und bleibe alleine mit meinen sehr nachdenklichen Gedanken und belästige niemanden mehr mit meinen Problemen.

Diese sind, für Außenstehende, sowieso nur mit äußerster Mühe nachvollziehbar.

[Einklappen]

kotzen

Mir rutscht jedesmal mein Herz in die Hose, wenn Carsten zu schnell seine Aufbaunahrung trinkt und prompt anfängt zu husten.

Es ist ein Trauma – definitiv! Der Kerle muss doch was essen! Warum lässt man mich so alleine? Den Spruch, dass man so schnell nicht verhungert, diesen Spruch kann ich nicht mehr hören, ohne zu schreien. Ja, ernsthaft – schreien! Denn diese Menschen kennen Carsten nicht. Und glaubt mir, man kann! Carsten hat kein Hungergefühl und sein Magen fasst keinen Eierbecher voll Essen – alles, was darüber hinausgeht, ist zu viel!

Und meine Angst – wenigstens diese Angst – ist sehr real und keinesfalls diffus.

Schonungslos
  • Weil es so ist
  • weil ich nichts beschönigen will
  • weil mich diese Angst auffrisst
  • weil ich so alleine damit bin
  • … und wer damit nicht klarkommt, der soll wegbleiben
  • ich komme auch nicht damit klar – muss aber bleiben
    [Einklappen]

Copyright © 2026 voller worte

Theme von Anders Norén — ↑ ↑

Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.