schlaflos im Dorf

Den Kerle gewendet, das Töchting zurück ins Bett geschoben – wie jede Nacht! Die Beiden schlafen selig und ich bin hellwach. Meine Nase juckt, das ganze Gesicht juckt, die Lunge pfeift und hundemüde bin ich. Zu müde, um wieder einzuschlafen.

Die Lüftung der Kühlkammer ist angesprungen und rumpelt. Die Feuerwehr rückt ohne Blaulicht aus – mich würde es nicht stören, ich bin wach. Die anderen Nachbarn vermutlich ebenso nicht, sie schlafen.

Straßenlaternen sind ausgeschaltet und Sterne leuchten den Nachtschwärmern den Weg. Meine Füße tappen in die Küche und treten auf Salzstängelchen. Der Rest Cola schmeckt abgestanden – hier verkommt nichts, ich kipp‘s runter und der Zuckerschock bleibt aus.

Zurück im Bett zuckt der rechte große Zeh und mit ihm das komplette Bein – es ist kalt. Ob ich noch mal warm werde und die Augen endlich zufallen?

Ich bin ganz schön viel und ganz schön wenig, ich bin Mutter, Hausfrau und Dichterin in allen Lebenslagen. Im Autismus-Spektrum bin ich obendrein und habe Wünsche. In Momenten, in denen ich an mir und meiner Arbeit zweifle und meine, nichts Gutes auf die Reihe zu bekommen, denke ich manchmal daran, mir kurz das, was ich schon geschafft habe, anzuschauen. Dann geht's wieder. ❤️ | ✨

Kategorien: Gedanken

1 Kommentar

  1. Ich habe seit fast 40 Jahren neuropathische Schmerzen in den Füssen. Nur manchmal fällt mir das deftig auf.
    Sonst ignoriere ich das. Aber komisch, dass ich hie und da eine ganze Nacht im Halbtraum mit beschäftigt bin.

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