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Traumgeschichte

In meinem Traum war ich viel größer. Eine Riesin in niedlichen zierlichen japanischen Pantoffeln.

Ich ging an einem weißen warmen Meeresstrand spazieren. Da sah ich eine Glasscherbe. Eine, die in den unterschiedlichsten Farben schillerte. Eine, in der sich die Sonne brach und die ein kleines Universum in sich barg.

Was war da drin?

Ich machte mich klein, wurde winzig groß und begab mich in eine mir sehr unbekannte Welt.

Wunderbare Sphärenklänge umgaben mich und ich  – obwohl ich mit Esoterik überhaupt nichts anfangen kann – ich genoss diese Stimmung sehr.  Ich stand auf einem Planeten, der vollkommen durchsichtig war, alles war durchschaubar, nichts wurde vertuscht und niemand hatte etwas zu verbergen. Alles war friedlich und keiner litt Not.

Plötzlich hörte ich einen Knall. Schwarze Wolken stieben auf. Ein dunkles Wesen kam um die Ecke. Aber da war auch die Polizei schon zur Stelle und …

… absorbierte die finstere Macht. Ein schönes Feuerwerk blieb übrig.

Ich bekam meine normale Größe wieder und stand auf einem blauen Planeten, den ein Mond umkreiste und der eine Sonne als Lichtquelle hatte. Gerade wollte ich zurück in die Traumwelt, als ich bemerkte, dass es Leben auf diesem blauen Planeten gab. Ich stand vor einem rauschenden Meer, in der Ferne lachten Menschen und vom Fest her wehte die Melodie des Lebens.

 

Wellen

Trauer kommt in Wellen, Angst auch!

Ich muss etwas planen, die Geburtstagsfeier der Junioren,  und dafür muss ich mit mir fremden Menschen sprechen. Davor habe ich einen Wahnsinnsbammel. Atmen. Einatmen. Ausatmen. Dazwischen immer die Luft anhalten. Ausatmen nicht vergessen. Sich nicht von der Angst verrückt machen lassen. Der Körper braucht Sauerstoff, um denken zu können. Denken hilft. Gegen die Angst. Aber auch für die Angst! Einatmen. Ausatmen.

Meine Knie sind wacklig. Ich telefoniere. Spannung fällt. Wenn auch nur ein bisschen. Alles wird gut! Ich gehe durch die Angst und vergesse das Atmen nicht.

hab noch nicht mal einen Namen

… dafür Schuhe! Woher ich bin weiß ich nicht. Wem ich gehöre auch nicht. Ich sitze immer da, wo ich nicht sitzen soll – auf der Lampe, oder zwischen der Wäsche, die zusammengelegt werden muss. Meistens bin ich aber im Schlafzimmer, da wo die anderen Bären auch sind. Im Bücherregal herrscht nicht nur Gedränge an Lesbaren – nein, auch noch ne Menge andere Bären sind dort. Wartet‘s mal ab, es kommen noch einige!

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Namenlos zu sein, ist auch heimatlos. Nirgendwo hinzugehören, immer herumgeschubst zu werden macht etwas!

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