Seite 184 von 1544

warum sonntags Betten beziehen?

Tja, das hat einen, beziehungsweise zwei sehr profane Gründe: der Kerle hat sein Morgengetränk ausgeleppert, während er mal wieder 2 Dinge gleichzeitig machen wollte – von wem er das wohl hat? Dem Töchting ist ein anderes kleines Missgeschick passiert. Auch nicht weiter schlimm. Wir haben heute nichts anderes vor und können in den Tag trödeln. Draußen ist’s kalt und es regnet. Allein, dass die Kellertür mal wieder nicht dicht gehalten hat und Regenwasser durch den Wind reingedrückt wurde, das ist ärgerlich.

Ein fauler Pfingstsonntag ist angesagt. Wiebke singt ihr Winnewinnewippa*, Carsten baut Lego-Raumschiffe geduldig immer wieder um. Yoda guckt zu:

Geduld du haben musst, mein junger Padawan.

Den Kuchen, den wir gestern backen wollten, backen wir heute auch nicht mehr. Stattdessen gibts Waffeln mit dem Speck, der weg muss…

… und Minna wird arbeiten!

∙∙∙∙∙

* Winnewinnewippa klingt so fröhlich. Ab und zu ein Jauchzen und zwischendurch ein kleiner Ruf nach Kakao – daraus wird dann ein Kakaolied mit Leberwurstbrot.

Eigentlich sollte ich …

… doch mal fragen, wer ich bin? Mich selber fragen; denn jemand anderes gibt mir ja doch keine Antwort!

Es ist verdammt schwer. Leichter würde es mir vielleicht mit ein bisschen Abstand fallen – quasi in dritter Person über mich schreiben. Würde es mir wirklich leichter fallen? Vermutlich nicht. Denn es zeugt, meiner Meinung nach, von wenig Selbstbewusstsein wenn man von sich mit Vornamen spricht. Klingt wieder vorverurteilend, ich weiß.

Also: wer bin ich? Zumindest nicht diejenige, die ich äußerlich vorgebe zu sein. Ich spiele Rollen. Für den einen die, für andere wieder andere. Immer wieder bin ich die Verständnisvolle, aber auch diejenige, die unbequem ist, weil sie so manches infrage stellt. Mein ganzes Wesen wäre ambivalent, sagt eine Freundin: „In einem Satz kannst du zweierlei gegensätzliche Botschaften unterbringen und man kann es dir nicht widerlegen.“ Ich habe Angst vor dem Tag und dennoch weiß ich, dass ich alles schaffe. Ich sehe was hinter dem Berg ist, nur den leichten Weg sehe ich nicht. Nehme stattdessen den, der kurvig und steinig ist und geh ihn auch noch gerne!

Eigentlich bin ich’s leid über mich zu reden. Viel lieber möchte ich ‚sein‘. Angenommen sein, wie ich bin. Gesehen werden. Möchte, dass jemand hinter meine Potemkinsche Dörfer guckt und sieht: dort ist Substanz und nicht nur heiße Luft. Wir wollen doch alle gesehen werden, als die, die wir sind und nicht, als die, die wir vorgeben zu sein! 

Likes✨ sind deaktiviert, Kommentare sind herzlicher willkommen.

 

Nachtrag 11:12 Uhr: Schon vor Jahren habe ich das auch schon geschrieben. Bin ich eigentlich gar nicht lernfähig? Oder woran liegt‘s?

Copyright © 2026 voller worte – mit und ohne Innenfutter

Theme von Anders Norén↑ ↑

Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.