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ungeduldig und ausgebremst

Es ist ja nicht so, dass ich nur eine Baustelle habe. Natürlich hat vorrangig mein momentan unintaktes Seelenleben den Hauptaugenmerk. Daran habe ich sehr zu knabbern – merkt ihr ja hier zu Genüge.  

Es gibt diverse andere Dinge zu erledigen. Dass mit den gekürzten Geldern  vom Sozialamt bereitet mir Kopfzerbrechen und Bauchweh, ist sehr anstrengend und laugt mich aus, überfordert mich auch und ich weiß noch nicht, wie ich mit der Sozialarbeiterin sprechen kann. Dann gibt es Telefon- und Internetanbieterprobleme bei deren Lösung bzw. Nichtlösung ich mich übervorteilt, ja sogar getäuscht fühle. Mein Handy ist alt und ich bräuchte dringend ein neues samt neuen Vertrag. Ich weiß nur nicht was!

Heute habe ich bei einer Feldenkrais-Lehrerin angerufen – sie bietet einen Vormittagskurs an. Eigentlich wunderbar. Nur leider an dem Tag, an dem ich seit Jahren feste Termine habe und der neuerdings wohl auch mit einem Termin bei der Psychologin belegt ist. Irgendwie habe ich schlechtes Karma, denn alles ist tatsächlich wichtiger, als Feldenkrais. Dann wollte ich mich zu einem VHS-Kurs (Philosophie) anmelden, den gibt es nicht mehr, weil die Dozentin weggezogen ist.  Die Frauenakademie im Nachbarstädle fängt um halb neun an und die Junioren werden um zwanzig nach acht hier abgeholt – für die einfache Wegstrecke brauche ich eine halbe Stunde wenn‘s gut läuft: „Leider können Sie nicht jedesmal zu spät kommen, das müssen Sie verstehen!“ Jetzt überlege ich, ob ich nicht einen Literatur- und Lyrikkreis morgens selbst organisiere und frage euch: Habt ihr ne Idee, wie ich eine solche Kleinanzeige formulieren kann?

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Aber bevor die Junioren zum langen Wochenende heim kommen – morgen ist hier im Ländle Happykadaverday – muss ich dringend noch Köstlichkeiten des täglichen Bedarfs einkaufen …

 

einatmen

Einatmen, ausatmen.
Nicht weinen.

Einatmen, ausatmen.
Nicht verzweifeln.

Einatmen, ausatmen.
Ohne Bauchschmerzen.

Einatmen, ausatmen.
Mit Zuversicht.

Einatmen, ausatmen.
Trinken nicht vergessen.

Einatmen, ausatmen.
Etwas essen.

Einatmen, ausatmen, immer wieder.
Weitermachen – nicht aufgeben.

© petra ulbrich

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Sehen und gesehen werden.

 

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