Wunsch
Er verweht
wie der Wind
zartseiden
in der Nacht
über Berge
und Flüsse
ist er
erwacht
Später am Tag
ist er still
und leise
gestorben
©petra ulbrich
Wunsch
Er verweht
wie der Wind
zartseiden
in der Nacht
über Berge
und Flüsse
ist er
erwacht
Später am Tag
ist er still
und leise
gestorben
©petra ulbrich
Es ist ja nicht so, dass ich nichts zu tun habe, dass wir keine Baustellen haben und es tut mir auch ein bisschen leid, dass ich zynisch bin! Aber der Kerle und auch das Töchting (es betrifft sie nicht so hart) haben in der Uniklinik eine Verdachtsdiagnose bekommen, die mich völlig aus den Puschen gejagt hat. Sie haben eine regenerative Sehnervschädigung, die zum erblinden führt.
Alles, was ich jetzt noch schreiben könnte, kommt mir gerade sinnlos vor. So etwas muss ich erst einmal verarbeiten!
Jetzt habe ich so eine schöne Überschrift, wollte daraus ein Gedicht machen und bin blockiert.
Es klingt alles so deprimierend, was ich heute geschrieben und auf Privat gestellt habe. Das bin ich nicht, das will ich nicht sein – es war doch kein schlechter Tag – nur eben einer, mit einem Loch in der Straße, das ich mal wieder übersehen habe und prompt reingetappt bin.
Das Licht, das Abendlicht ist wunderschön. Es strahlt hell und hat doch ein Seidentuch umgelegt. Leise Gitarrenklänge dringen ins Zimmer, ich sitze beim Kerle auf dem Teppich und wir bauen gemeinsam ein neues Raumschiff für unbekannte Welten.
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