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Weg

    Ich bin dann mal weg
    und wisch mir Tränen ab mit der bloßen Hand
    verschmier die Maskara und fahr übern Rand
    wisch mir das Schwarze weg
    und denke dabei an die Angst.

    Ich bin dann mal weg
    sag hallo zu den Gespenstern im Kopf
    bau ihnen ein Schloss
    und werfe den Schlüssel weg.

    Ich bin dann mal weg
    den Schlüssel suchen.
    Damit die Gestalten verschwinden
    zu Staub zerfallen
    nicht durch die Hallen schweben
    und sich endlich ergeben.

    Ich bin dann mal weg
    ums Loch zuzuschütten
    mit dem Dreck der Geschichte
    und wenn ich’s verdichte
    kann ich Rasen drauf säen.

    Ich bin dann mal weg
    um Rosen zu kaufen …

Wenn ihr wollt, könnt ihr uns gerne etwas Gutes tun!

Du Mama

Carsten ist heute lange vor mir wach, er hockt im Bett und hat Bücher um sich verstreut. „Du Mama, es sind Gestalten aus den Büchern gekommen, heute Nacht!“ Er sieht etwas verängstigt aus. „Hast du Krimi geguckt?“ „Ja, manchmal!“ Ich bekomme nichts aus ihm heraus, sehe nun auch, dass er seine Smarties mit samt der Schale durchs Zimmer geworfen hat. Ich frage nicht mehr. Er wird mir  sowieso nichts sagen.  Aber er hat gekämpft in der Nacht. Ich habe es nicht gehört, ich habe geschlafen.

Wiebke badet heute, den Kerle lasse ich noch eine Weile im Bett. Das Töchting macht Überschwemmung und diskutiert mit mir über Unterhemden und Lieblingsshirts. Das mit dem Mädchenaufdruck ist aber gerade in der Wäsche. „Hol das her, ich will das anziehen!“ Aus dem Schrank hole ich ein Zweitlieblingsshirt und das ist auch recht.

Bei Carsten ist es still, kein Zug rattert vom Tablet und auch keine Nachrichten quäken – irgendwas ist. Ich kenne meinen Sohn. „Mama, warum sind wir immer so alleine und wenn dann jemand da ist, dann müssen wir immer was machen!“ „Willst du nicht?“ „Doch, aber manchmal was anderes! Außerdem, … ach ich will jetzt nicht reden.“ Mein Sohn lässt mich nachdenklich zurück. Er ist erwachsen und ich muss ihn wie einen Erwachsenen behandeln. Wir werden reden und wir werden herausfinden, was ihn plagt und gemeinsam Lösungen finden.

Es wird nicht einfach – für mich nicht, aber auch für Carsten nicht. Und Wiebke ist noch eine andere Baustelle!

Aufhören

Könnt ihr mal aufhören, einfach nur zu liken?  Es ist so viel schöner eine Resonanz in Form eines schriftlichen Kommentars zu haben.

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