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Quasselstrippe

Carsten kaut mir ein Ohr ab. Von der Sekunde an, als er wach war, redete er heute Morgen ohne Punkt und Komma. Von Weltraumabenteuern, die er nächstens bewältigen konnte, bis zu der ungeliebten Betreuerin, die noch mindestens eine Woche krank geschrieben ist und dass ihm das einerseits freut, andererseits aber auch nicht, weil die Gruppe unterbesetzt ist und keine guten kognitiven Angebote stattfinden. Er redet davon, dass es langweilig ist und er sich auf die Physiotherapie freut. – Ich nicht, denn mir tun noch immer sämtliche Gelenke weh!

Wiebke hat sich gestern Abend noch geschminkt und ist so schick ins Bett gegangen. Da sie sich selber ausziehen kann und ich um 22:00Uhr nur kurz gucke, ob sie auch zugedeckt ist, habe ich die Kriegsbemalung nicht gesehen. Baden, Bett waschen, Teppich putzen – denn der wurde kurzerhand mitgeschminkt. „Ich will aber heute nicht turnen!“ Mein Töchting ist gerade auf Oppositionskurs. Gestern wollte sie schon nicht zur Bandprobe, weil‘s ihr da zu laut ist. Als ich zum abholen kam, war sie noch feste am trommeln…

Wenn ich Kommentare bekomme, dann freu ich mich sehr. Wenn ihr wollt, könnt ihr uns auch gerne etwas in den imaginären Hut werfen!

Erkenntnis

Wie ist das eigentlich mit dem Bauchweh?

Es gibt keinen Menschen, der Bauchweh nicht kennt! Kann ich mir nicht vorstellen! Ich meine nicht die Bauchschmerzen, die organische Ursachen haben – es ist eher das Drücken der Bauchseele. Manchmal kommt es vom nichtloslassen können. Das macht sich dann auch mit Atemnot bemerkbar.

Sammeln, nicht hergeben, horten, behalten wollen = Verlustängste!

 Wenn ich so meinen Keller angucke, dann hat sich im Lauf der Jahre einiges angesammelt, was ich nicht mehr brauche! Alte Computer – noch von Mams und mehrere Drucker. Was hat dieser Mann alles gesammelt. Ein alter Fernseher, Bohrmaschinen – ja, gleich mehrere – diverse Schraubensammlungen und Hammer und Nägel und Feilen und Schraubendreher. Aber nicht nur Männerwerkzeug. Auch ein Dremel von mir und Spielzeug der Junioren. Lego, Playmobil, Plüschtiere, eine Schultafel …

Mir macht der Krempel Angst. Ja, tatsächlich! Es belastet mich. Aber einfach wegwerfen will ich auch nicht und aussortieren kann ich grade nicht. Ich nehme ein Teil in die Hand und fange an zu träumen. Schöne und weniger schöne Träume und dann lege ich die Teile wieder hin und der Keller sieht chaotischer als vorher aus und das wiederum macht mir neue Bauchschmerzen.

Schon wieder nur ein Kuddelmuddelgedankenkarussell. Übrigens, für Seelenbeiträge werde ich ein neues Passwort generieren.

Alexandra


Das ist ein Lied meines Lebens. Alexandras Stimme hat mich damals fasziniert – und tut es heute noch. Ich konnte alle ihre Lieder auswendig – und kann sie jetzt noch mitsingen. 

Mein Freund, der später mein Mann werden sollte, hat mich gnadenlos ausgelacht. Er fand diese Musik schnulzig. Seine Musik war rockiger – Rolling Stones und Johnny Cash. Wann war Patty Smith eigentlich? Die mochte er auch. Ich Milchbaby war mit ihm in Hamburg bei Otto Walkes und in der Fabrik. Später war ich in Gorleben demonstrieren – da habe ich dann meinen Freund mitgenommen. Gemeinsam sind wir nach Whyl gefahren, nur weggetragen hat uns die Polizei nicht.

Immer haben mich die Lieder von Alexandra begleitet. In Whyl war es: Mein Freund der Baum! 

… und heute höre ich Alexandra rauf und runter. Ich will mir die Erinnerungen holen, hervorkramen aus der Versenkung. Habt ihr auch vergrabene? Erzählt ihr mir davon?

Wenn ihr wollt, könnt ihr uns gerne etwas in den imaginären Hut werfen!

 

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