Sommerferien beginnen und das Wetter wird langsam herbstlich – passt doch!
Ansonsten ist hier alles ‚Normal‘ – die Junioren gehen erstaunlich gut mit dem Tod der Großmutter um und mir scheint es, als sei eine Last von meinen Schultern gefallen. Es werden noch harte Wochen und Monate, meine Mutter hat kein Testament gemacht und wir sind 6 Individualisten als Geschwister.
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Warum?
Warum tust du dir das an? Das hast du doch gar nicht nötig! Nein, nötig habe ich gar nichts. Wer hat schon was nötig? Blasphemie schimmert wieder durch. Ein gewisser Grad an Überheblichkeit. Genau das wird mir oft vorgeworfen. Manchmal bin ich es wahrscheinlich auch, aber in den meisten der Fälle, ist da eher sehr viel Unsicherheit und die leiseste ungerechtfertigte Kritik wirft mich um.
Jetzt auch wieder. Ich mag nicht erzählen was war. Möchte nur sagen, dass ich mir vorkam, wie ein Kindergartenkind, dem nicht gesagt wurde, dass es nicht bei rot über die Straße gehen darf – das es aber getan hat und dafür bitterlich bestraft wurde. Völlig verdattert, keiner Schuld bewusst, aber mit großer Schuld beladen, denn Unwissenheit schützt vor Strafe nicht.
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Meine Befindlichkeiten schwanken zwischen Unzufriedenheit und schlechten Gewissen. Beides nicht prickelnd! Carsten hat die Nacht zum Tag gemacht und schläft noch. Wiebke singt wunderbare nichtverständliche Texte und hat einen Heidenspaß dabei. Sie ist rundum zufrieden – ich wäre schon froh, ich wäre zufriedener.
Euch wünsche ich den Sonntag so, wie ihr ihn gerne habt. Ohne äußerlichen Zwang und Tamtam.
Ohne Titel | Trauer
Ich möchte
wohl traurig sein
dürfen
ich trau mich
nicht.
Mein Widerstand
ist stark
hat Kraft
mehr
als die Trauer
selbst.
Ich möchte
wohl Mauern
einreißen
ich trau
mich noch
nicht.
Ihr Widerstand
ist groß
und stark
aber ich habe
die Kraft
und Mut
den ersten Stein
– herauszunehmen.