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Selbstporträt

Selbstporträt Ein komischer Sonntag. Wir sind einmal wieder in Stich gelassen worden. Doch zum Spazierengehen lädt das Wetter auch nicht unbedingt ein. Es ist unbeständig und wechselhaft. Wiebke singt ihren Schlümpfen fantasievolle Lieder vor, Carsten guckt LKWfilme oder spielt irgendein Traktorspiel.

Heute Morgen habe ich mir die Haare ratzfatz abgeschnitten – ich konnte dieses nicht lang und nicht kurz nicht mehr sehen …

heute keine Müllmänner

„Ich muss den Eimer rausbringen. Der stinkt!“ Wiebke sitzt in der Badewanne und ich neben ihr auf dem kleinen Rattanstuhl. Das Töchting macht verdächtige Schniefgeräusche, aber aus dem Badezimmereimer richt es auch nicht fein. Arabiens Wohlgerüche sind was anderes. Gestern Abend war ich zu faul, wollte nicht noch einmal im Dunklen vor die Tür. So habe ich kurzentschlossen Carstens vollgekackte Windel … – ach, ihr wisst schon, wenigstens Eltern wissen es, wie es duftet!

Wiebke sagt: „Morgen kommt kein Müllmann!“ „Heute kommt auch keiner, aber so kann das nicht bleiben!“, schallt es aus dem angrenzenden Zimmer. Carsten ist wach und muss natürlich seinen Senf dazugeben.

Kaffee

gelbe leere Kaffeetasse

gelbe leere Kaffeetasse

Meine Kaffeetasse ist schon wieder leer, meine zweite Tasse! Ich mag guten Kaffee und der kostet ein bisschen mehr, als der vom Discounter. „Ach Petra, Kaffee ist doch Kaffee!“ Nein, eben nicht – aber wer nur Kaffee aus irgendeiner Kapselmaschine trinkt, dem ist das anscheinend egal, wie die Plörre schmeckt. 

… und jetzt kommt der Wehdam wieder: MamS hat sich am Morgen zuerst einen Kaffee gemacht und ist dann mit dem Glimmstängel auf die Terrasse und hat eine geraucht. Irgendwann hat er mal von seiner Zeit in Flensburg erzählt, wo er  zwei Wochen Wehrdienst hatte und diesen  dann verweigerte. Er musste deswegen in den Bau. Heute habe ich in den Nachrichten gehört, dass die Wehrbeauftragte wieder den Wehrdienst einführen will und ich finde das gut. Nicht wegen der Unterbesetzung der Bundeswehr, sondern deswegen, weil es dann wieder Zivildienst gäbe. 

Zivi war MamS dann im Krankenhaus, nachdem er vor dem Ausschuss glaubhaft versichert hatte, dass er zwar dem Land dienen, aber keine Waffe in die Hand nehmen wollte. „Im Krankenhaus habe ich kannenweise Kaffee getrunken!“ Kaffee war ihm wichtig. Bei seinen Eltern und bei meinen gab  es nur gefärbtes Wasser, wie er immer sagte. Unser erstes großes Geld haben wir in einen Kaffeevollautomaten investiert – und jetzt geht einer dieser Nachfolger kaputt! Was kaufe ich denn nun als Ersatz?

https://youtu.be/EImTlkG7joI

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