Kategorie: Geschichte

Traumgeschichte

In meinem Traum war ich viel größer. Eine Riesin in niedlichen zierlichen japanischen Pantoffeln.

Ich ging an einem weißen warmen Meeresstrand spazieren. Da sah ich eine Glasscherbe. Eine, die in den unterschiedlichsten Farben schillerte. Eine, in der sich die Sonne brach und die ein kleines Universum in sich barg.

Was war da drin?

Ich machte mich klein, wurde winzig groß und begab mich in eine mir sehr unbekannte Welt.

Wunderbare Sphärenklänge umgaben mich und ich  – obwohl ich mit Esoterik überhaupt nichts anfangen kann – ich genoss diese Stimmung sehr.  Ich stand auf einem Planeten, der vollkommen durchsichtig war, alles war durchschaubar, nichts wurde vertuscht und niemand hatte etwas zu verbergen. Alles war friedlich und keiner litt Not.

Plötzlich hörte ich einen Knall. Schwarze Wolken stieben auf. Ein dunkles Wesen kam um die Ecke. Aber da war auch die Polizei schon zur Stelle und …

… absorbierte die finstere Macht. Ein schönes Feuerwerk blieb übrig.

Ich bekam meine normale Größe wieder und stand auf einem blauen Planeten, den ein Mond umkreiste und der eine Sonne als Lichtquelle hatte. Gerade wollte ich zurück in die Traumwelt, als ich bemerkte, dass es Leben auf diesem blauen Planeten gab. Ich stand vor einem rauschenden Meer, in der Ferne lachten Menschen und vom Fest her wehte die Melodie des Lebens.

 

die Primaballerina und der Pirat

Wenn nicht die Primabellerina als erste anfängt mit der Teddybärenshow – sie weiß ja nicht, dass die Kindergartenfreunde und die beiden alten (wenn auch aus der Entfernung) schon gesehen wurden – wer sollte sonst anfangen? Aber der Pirat hatte entschieden was dagegen. Fast hätte er sie entführt und in die unterste Schublade mit den modrigen, lange nicht benutzen Puppenkleidern gesteckt. Wenn sie nicht so schrill geschrien hätte, hätte ich die exaltierte vornehme Dame überhaupt nicht vermisst.

Jetzt da beide Teddys das Tageslicht gesehen und die Freiheit geschnuppert haben, werden sie sich standhaft weigern wieder in einer Schublade festgehalten zu werden.

nachts

Sie sitzen im gleißenden Licht der Burger-Bar, weil etwas anderes um diese Zeit nicht mehr geöffnet hat. Um halb drei hat es zu schneien begonnen. Kümmerliche Flocken, die jetzt in Regen übergehen. Leise regnet es.

Der Taxifahrer, der Engel und eine Frau, deren Namen niemand kennt – jeder sitzt an einem anderen Tisch.

Sie wachen über die Stadt. Das nehmen sie sehr genau. Müdigkeit schreckt sie nicht. Manchmal geht der Taxifahrer und bringt einen Verirrten heim. Der Engel greift einen ins Messer. Dann kommen sie wieder.

Was macht die Frau? Niemand weiß es. Aber es scheint gut zu sein, dass sie da ist. Da sind sie sich einig. Sie geht ihrer geheimen Aufgabe nach, die nicht einmal sie selbst kennt. Sie tut es gewissenhaft.

Jede Nacht! Jede Nacht ist sie da. Ihre Treue lässt den Engel weitermachen.

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