Kategorie: Gedanken

warten

Ich warte. Seit einer Stunde warte ich auf einen Anruf. Jede Minute gucke ich auf die Uhr und es wird langsam aber sicher später. In der Zeit, in der ich warte, kann ich nichts tun außer warten. Und das macht mich kirre. Dabei weiß die Person, so hoffe ich doch wenigstens, um meine autistische Problematik und darum, dass ich selbst immer überpünktlich bin. 

Jemanden warten zu lassen, empfinde ich als unhöflich, eigentlich sogar als nicht wertschätzend und respektlos. Manchmal, so denke ich, soll ich wohl getestet werden, ob meiner Toleranzgrenze

Die meisten Menschen im Autismus-Spektrum kommen lieber zu früh als zu spät. Sie halten sich genau an klare Regeln …

Mein Zeitmanagement kommt total durcheinander.

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12:26 Uhr – Habe mich getraut dort anzurufen, es täte ihnen leid, aber heute kann dies Gespräch leider nicht stattfinden! Ich komme mir vor, wie ein Spielball. 

Missverstanden werden

Ist das eigentlich auch ein Gefühl? Sich missverstanden fühlen? Wenn man es so betrachtet ja. Aber liegt es nicht auch daran, dass man sich vage und missverständlich ausdrückt? Als Kind war mir das nie so präsent. Da habe ich auch noch nicht so ein kompliziertes Leben gehabt. Heute kommt mir oft vor, dass nur oberflächlich geguckt wird, über die Zeilen hinweggelesen wird – auch hier im Blog. Missverstanden zu werden ist ein Kommunikationsproblem.

Gemeint ist nicht gesagt,
gesagt ist nicht verstanden,
verstanden ist nicht einverstanden.

Die Bandfreundin der Junioren zieht um. Kleckerlesweise! Ich helfe ihr sehr gerne. Sie ist umständlich und was ich sage – an eventuellen Erleichterungen anbringe, stellt sie infrage. Also halte ich meine Klappe. Dabei ist Kommunikation doch alles.

Deep Purple, Parka und sonst noch was

Ich darf schreiben, früher (alte Zeiten) anklingen lassen. Deep Purple-Filmchen gucken und nach langen Haaren fragen. Antworten bekommen, dass man damals (Bundeswehr)Parka getragen hat, obwohl der Kriegsdienst verweigert wurde. Erinnern tu ich mich auch, dass ich ein Palästinensertuch hatte und einen – wenn auch nicht echten – Davidstern. Heutzutage unmöglich. Aber sind wir nicht alles Menschen? Auch die mit dem Kreuz im Klassenzimmer! Und die, die einfach nur überleben wollen!

09:55 Uhr – Ich mache einfach zu viele, nicht gründlich überlegte Schnellschüsse. Dann ärgere ich mich über Kommentare, die ebenso schnell kommen, sicherlich sehr nett und aufmunternd gemeint sind … – so jetzt stocke ich, weil ich mich mit diesem Satz garantiert in die Nesseln setze und Menschen vor den Kopf stoße, was ich gar nicht will. Ich bin einfach viel zu empfindlich! Tut mir leid, ich möchte niemanden weder kränken, noch brüskieren, unhöflich behandeln und schon gar nicht verletzen.

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