Behinderung, Familie, Gedanken

eine Bitte

Bitte, hört mich nur an – hört mir zu und gebt mir keine Ratschläge. Auch wenn ihr es sicherlich sehr gut meint und mir helfen wollt, eure Absichten auch noch so gut sein mögen – was bei mir ankommt ist, dass ich unfähig bin, selbst eine Lösung zu finden! Ich kann euch versichern, dass ich in puncto Essen im Zusammenhang mit Carsten alles, aber auch alles versucht habe. Ferndiagnosen verunsichern mich nur und sind nicht hilfreich, weil die wenigsten von euch Carsten kennen.

Zuhören, mit aushalten ist sehr anstrengend, viel anstrengender, als mit einem Ratschlag zu antworten. Ich weiß auch, dass ich mit der immergleichen Thematik eure Geduld strapaziere, es nervt. Das ist okay, mich nervt das Essensthema auch. Aber mit einem Ratschlag und sei er noch so liebevoll gemeint, das Problem wäre damit aus der Welt geschafft und ein neues Thema könnte beginnen – aber mit einem Ratschlag ist das Gespräch nicht beendet – für mich nicht, ein Ratschlag bringt mich nur in die Bredouille und zeigt mir mehr denn je auf, dass ich versagt habe.

Ich unterstelle euch natürlich nicht, dass ihr mir diese Ratschläge gibt, damit ‚Ruh ist‘, aber eigentlich möchte ich diese Beiträge nur als ein Ventil für mich aufschreiben und loswerden. Hört mir einfach nur zu; schreibt, dass ihr den Beitrag gelesen habt und lasst mich denken! Nachdenken!

Gibt es eine Ernährungsberaterin unter euch? Gibt es jemanden, der sich mit Essstörungen auskennt? Jemanden, der ein ähnliches Problem schon einmal bewältigt hat – oder kennt jemand eine Ambulanz, die sich mit solch schwieriger Essensituation beschäftigt? Fachliche Ratschläge, Hinweise auf Hilfe zur Selbsthilfe nehme ich gerne!

Da beißt sich die Katze in den Schwanz. Ich brauche Rat – großen Rat! Alles, was ein gesunder Menschenverstand rät, habe ich schon durchexerziert. Eigentlich sind Fachleute gefragt, aber wie komme ich an sie heran? Was sind geeignete Fachleute?  

Bitte, seid mir nicht böse, wenn ich diesbezüglich auf Ratschläge unwirsch reagiere – ich empfinde sie als Unfähigkeitsbescheinigung und da mein Selbstvertrauen eh am Boden ist, tut es mir sehr weh …

Familie, Gedanken

mp3 – von früher

Oder gilt das heute noch? Oder erst recht? Wer ist die blöde Kuh? Bin ich’s vielleicht gar selber?

10 Jahre ist diese Aufnahme fast alt und immer noch gilt sie derselben Person. Gelernt habe ich noch immer nicht mit Kränkungen umzugehen, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann und gelassen darauf vertrauen, dass jeder – wirklich jeder das bekommt, was er oder sie verdient!