Dieser Arzt, außer meinem Hausarzt, ist einer, bei dem ich mich völlig geben kann, wie ich bin. Ohne dass er urteilt und bewertet. Sein größtes Anliegen ist, und das spüre ich sehr intensiv, dass er mir helfen möchte mir meine Angst zu nehmen. Es ist nicht einfach, weil ich diverse Medikamentenunverträglichkeiten habe. Auch ist es ein Arzt, der mich kennt – von Ansehen her kennt. Die vorherige Psychiaterin hat jedesmal nach meinem Namen fragen müssen. Ich hatte das Gefühl, sie wusste gar nicht, um was es ging. Dieser Arzt erkennt mich auf der Straße und grüßt mich mit Namen. Er kennt meine Familiengeschichte, berücksichtig die Umstände …
Kategorie: Gedanken
mein Ring
Es ist kein gutes Foto – ich hoffe aber dennoch, man kann erkennen, dass dieser Ring noch einen anderen Ring in sich trägt.
Es ist mein Ehering und ich habe ihn selbst entworfen, mir allerdings bei der Umsetzung Hilfe geholt. Alleine fehlte mir das KnowHow dazu. Als unsere Ehe anfing starr zu werden, wollte ich eine starke Symbolik.
Ein Ring mit drehbaren Mittelring aus Silber, der sich in der Führung eines äußeren goldene frei bewegen kann. Mir schwebte vor, dass das Leben immer in Bewegung bleiben sollte, sich aber geführt in einem geschützten Rahmen bewegt.
Immer wieder drehe ich den mittleren Ring. Nie bleibt er starr, aber er kann auch nicht ausbrechen. Dieser Ring ist gehalten. Auch nach dem Tod von MamS trage ich meinen Ehering immer noch gerne. Eine Weile habe ich auch den meines Mannes, umgearbeitet als Schließe einer Kette, getragen. Das brauche ich nicht mehr…
Türen
Öffne nicht erneut eine Tür, bei der du so lange gebraucht hast, sie zu verschließen.
Bestimmt gibt es irgendwo noch ein Hintertürchen. Vorerst scheint die Sonne, die schlimmsten Briefe sind endlich geöffnet und zum Teil auch von mir bearbeitet. Meine Loseblattsammlung stapelt sich ins Unermessliche – aber heute Morgen habe ich einen Locher gekauft. Ein guter Anfang, sagt mein verzagtes Hirn.