Kategorie: Gedanken

schau auf

Menschen sind Menschen durch andere Menschen.

Oder in einer afrikanischen Sprache – welcher, habe ich leider vergessen: Ubuntu ungamntu ngabanye abantu.
Wir sind nicht allein auf der Welt, wir interagieren immer im Miteinander. Entweder im Wartezimmer einer HNO-Ärztin, im Schwimmbad, so wie heute Mittag oder in der Gartenwirtschaft. Nie sind wir alleine und wie wir auf andere wirken, hat in erster Linie mit uns selbst zu tun. Meine Junioren können das alles nur im begrenzten Rahmen, wissen aber und haben ein feines Gespür, wenn sie fremde Menschen nerven. Sie belästigen niemanden! Der Kerle ist sehr kontaktfreudig und ich lade die anonyme Kommentatorin herzlich ein, ihn kennen zu lernen, dann würde sie sehr schnell ihre gottverdammte Klappe halten und mich nicht weiter belästigen.

Taktgefühl hat mein Sohn am Nachmittag an den Tag gelegt. Ich war ausgepowert, müde und wollte mich nur für ein Viertelstündchen hinlegen – draus geworden ist ein eineinhalbstündiger Schlaf. Im Halbdusel habe ich nur mitbekommen, dass er seiner Schwester unmissverständlich klar gemacht hat, dass ich nicht gestört werden darf.

Ich danke P. für die Schwimmbadbegleitung, denn ohne sie wären wir nicht ins Wasser gekommen. So konnten die Junioren teilhaben. Menschen sind Menschen durch andere Menschen. Aber Menschen können auch ganz anders sein. Zum Glück gibts sotte und sotte!

krampfhaft

Wenn ich versuche ein Gedicht zu schreiben, dann muss ich im Kopf frei sein. Kreativität funktioniert nicht mit Druck, auch wenn ich es noch so gerne möchte. Ein Grundkonzept ist manchmal hilfreich und Bett reimt sich auf nett. Aber wenn es um Monster gehen soll, dann ist nett nicht passend. Denn nett ist die kleine Schwester von Scheiße – heißt es. Das passt dann wieder zum Monster!

Dabei gibts nachts keine Monster – jedenfalls nicht an meinem Bett. Dem Kerle versuchten in der Nacht einmal wieder Sirdische zu entführen. Es gibt keine Außerirdische, zumindest sind sie mir noch nicht untergekommen. Aber meinem Sohn sind sie sehr real. Deswegen nehme ich diese, seine Ängste ernst.
Das wünsche ich mir auch, dass meine scheinbar unnützen Ängste ernst genommen werden. Nur kann ich halt keine Sirdischen benennen. Mir sind sie sehr nah – die diffusen unbegründeten, nicht greifbaren Ängste.

sterben im Sommer und anderes

Erst gestern habe ich erfahren, dass ein vielgeliebter Lehrer der Junioren im letzten Sommer gestorben ist, am Samstag musste ich vom Tod einer sehr geschätzten Lehrerin hören.
Der Lehrer war damals, als der Kerle in die neue Schule kam, ca Mitte dreißig und sehr engagiert. Er hat z. B. Krabat mit der kleinen Klasse gelesen und aufgeführt. Ihr müsst wissen, es war eine G-Schule (das G steht für geistig behindert). Mein Kerle liebt Otfried Preußler noch immer und Krabat im besonderen.
Die Lehrerin war in meinem Alter, also sehr jung und voller Enthusiasmus. Von ihr wusste ich, dass sie Krebs und auch den Lebensmut verloren hatte. Ihr Tod war dennoch ein Schock für mich. „Die Einschläge kommen näher!“

Wieviele Freunde ich schon verloren habe? Ich mag nicht dran denken! Freundinnen sind elendig gestorben – an Krebs. Ganz viele im Sommer. Verdammte Kacke – warum gewöhnt man sich nicht dran? Vermutlich deswegen, dass uns unsere eigene Endlichkeit bewusst bleibt!

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Die Fliege Eugenius hat meinen Sohn geweckt und er hat sie ins Töchtingzimmer geschickt. Dort wurde sie mit Missfallen empfangen und der Morgen hat begonnen …

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