Kategorie: Gedanken

heute etwas gewagt

Erklärung:

etwas wagen: trotz der Möglichkeit eines Fehlschlags, eines Nachteils o. Ä., des Heraufbeschwörens einer Gefahr den Mut zu etwas haben; sich nicht scheuen, etwas zu tun.

Heute habe ich gleich mehreres gewagt: Unter anderem um Hilfe für mich gebeten. Vorher einer völlig fremden Frau erzählt, dass ich Asperger-Autistin bin. Meine anderen Wagnisse gehören nicht in die Öffentlichkeit des www. Es hat mich alles viel Überwindung gekostet, ich bin sehr stolz auf mich. Mag sein, dass das niemand verstehen kann und das genau diese Aktivitäten Pipikram sind. Für mich war es harte Arbeit. Ich habe heute etwas entscheidendes gelernt, nämlich das, dass ich richtig bin – jedenfalls für viele – dass ich nicht immer nur bei mir die Fehler suchen muss. Dass ich überhaupt keine Fehler suchen sollte, weil niemand perfekt ist und kaum eine*r Fehler mit Absicht macht. Ich war heute nachsichtig mit mir und mit anderen. Ich werde diese Hilfe, die mir angeboten wurde, annehmen und ausbauen. Ich hoffe darauf verstanden zu werden und werde nach und nach noch sehr viel mehr wagen.

passt wie ein Horoskop

…. aus einem Buch von Anselm Grün:

[…] Man hat den Eindruck, dass heute die Geduld fehlt, etwas wachsen zu sehen. Man muss sofort Erfolge sehen. Man muss sofort Bedürfnisse erfüllen. Man lässt sich nicht mehr die Zeit, dem Wachsen einer Blume oder Baumes zuzusehen. So wird oft viel Wind fabriziert. Aber es wächst nichts, was Bestand hat. Die gleiche Ungeduld kann man bei der Erziehung der Kinder beobachten. Man kann es kaum aushalten, wenn Kinder einmal eine Krise durchmachen. Man gerät in Panik und meint, man müsse die Krise sofort wieder in Griff bekommen. Unsere Politik ist von Kurzatmigkeit geprägt. Täglich werden neue Lösungsmöglichkeiten angepriesen, die aber schon am gleichen Tag widerrufen werden. Je schneller man Lösungen möchte, desto mehr lähmen sich die verschiedenen Parteien, und es geschieht gar nichts. Die Hektik gebiert leeres Stroh. Der Hektiker arbeitet effektiv weniger als der, der mit Ruhe und Gelassenheit an die Arbeit geht. […]

Notiz an mich: bitte hinter die Ohren schreiben!

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Der Kerle lag wie ein Flitzebogen, das Töchting fast rausgefallen, beide kaum zugedeckt und kalt. Mein nächtlicher Kontrollgang durch die Juniorenzimmer hat mich nachdenklich demütig weinen lassen – so unschuldig liegen sie verkrümmt in ihren Betten. Da braucht es eine liebordnende Hand.  Meine geb‘ ich gerne!

 

einmal

einmal laut singen
damit Lieder klingen
einmal durch Pfützen flitzen
das Wasser spritzen
einmal auf und davon
bis ans Ende der Welt
einmal nichts tun
auch keine wichtigen Sachen
einmal zu dir
um im warmen Bett zu kuscheln
einmal vor die Tür
den Regen zu spüren
einmal alles auf einmal
und ins Schwarze treffen
einmal von vorn
und alles vergessen
einmal für immer
den Mut wieder finden
einmal so tun
als wäre es Frieden

© petra ulbrich

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