Kategorie: Gedanken

Nichtssagendes

Ich muss noch – ja es ist ein muss – den Mittwoch und den Donnerstag hinter uns (ich schließe die Junioren mit ein, weil’s gar nicht anders geht) bringen. Dann ist Freitag. Dort muss ich noch einmal ein Gespräch führen, das nicht geplant werden kann. Am Donnerstagabend würde ich so einem am liebsten aus dem Weg gehen – da ahne ich nicht einmal den Grund – aber es wurde mir merkwürdig angekündigt.

Die letzten Tage vor der Kur, die letzten Nächte nicht schlafen können. Wach liegen und danach in Morpheus Arme verschwinden, sich nicht an Träume erinnern und wissen, dass das ein gutes Zeichen ist …

… dabei bin ich mir immer noch nicht sicher, ob ich überhaupt diese Kur will! Habe ein bisschen Muffensausen vor den Menschen dort… 

Kannitverstehn

Eigentlich heißt das kurze Märchen von Johann Peter Hebel Kannitverstan. Es passt auch nicht so ganz. Denn die Leute, die ich nicht verstehe, sprechen deutsch – nur halt nicht mein deutsch! Dabei ist es noch nicht einmal Jugendsprache, aber auch da bekomme ich mehr und mehr nichts mit. Es ist eine vordergründig akademische ‚Spreche‘, die mich ratlos stehen lässt und die mich zweifeln lässt, ob ich jemals eine höhere Schulbildung genossen habe. Manche Bücher mit solch einer, für mich kruden Sprache, möchte ich mit in die Badewanne nehmen und dort ertränken. 

Gott bewahre, es sind keine wissenschaftlichen Abhandlungen. Da könnte ich es noch verstehen, dass ich nichts verstehe. Doch so viele Bücher kann ich gar nicht ersäufen, wie mich deren Sprache mürbe macht und aufregt. Gerade heute bin ich wieder auf solch ein Machwerk hereingefallen – zum Glück nur geliehen – und ich bin nicht gezwungen weiter zu lesen. Leider ist die Wanne dafür perdu!  Wenn die Schreiber*innen wenigstens erkennen würden, dass man (jetzt gerade ich) nicht durchsteigt, dann wäre das schon die halbe Miete. Aber vielleicht wollen sie es auch gerade so!?  Schwafelliteratur werde ich nicht mehr lesen. 

Paul und Frau Konik

Paul: Wir haben ja das Lächeln, Frau Konik … das erlösende Lächeln..
Frau Konik: Man kann doch nicht über alles lächeln.
Paul und Konik (zugleich): Über alles. Über alles.
Frau Konik: Meint ihr nicht, dass das ein bisschen gefährlich ist …?
Konik: Ja, … für die, denen es gilt!

Gustav Wied

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Eigentlich wollte ich etwas über Tucholsky schreiben. Aber dieses wissende Lächeln lässt mich im Moment nicht los.

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