Kategorie: Gedankenchaos

Links erkennen

… und Nachrichtensperre!

Ab und zu streue ich Links in meine Beiträge. Mag sein, dass man diese schlecht erkennt – sie sind fetter und in Headerfarbe – aber es sind oftmals sehr hilfreiche interessante Seiten. Es wäre schön, ihr würdet sie beachten! 

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Zum Thema meine Krankheit: ich werde mich noch bedeckter halten, als sowieso schon. Es tut mir nicht gut, mich hier zu offenbaren. Ich werde nicht aufhören dies Blog zu schreiben, aber möglicherweise wird‘s ruhiger werden. 

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Heute Nachmittag fahren wir schwimmen. Endlich einmal wieder. Die Junioren freut‘s!

Die Änderung Wiebkes Rollstuhl ist auch genehmigt, allerdings hat die Rehafirma etwas geschlampert. Am 3.2 habe ich den Auftrag erteilt und heute, nach Anfrage bei der Krankenkasse, erfahre ich, dass die Genehmigung schon lange vorliegt. Das Töchting hätte schon längst wieder besser sitzen können. Na gut, jetzt läuft‘s!

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Es ist grad wieder Häutungszeit!

wach

Wieder so früh wach – seit einer Stunde schon! Den ersten guten Barista-Kaffee habe ich getrunken, die Küche ist aufgeräumt. Wenn nämlich nachher der Mensch vom StäB kommt (ja, sie kommen täglich, auch am Wochenende), dann mag ich hier kein Chaos haben. Nicht, dass hier sonst Unordnung wäre, vielleicht ein bisschen kreative; doch im Grunde brauche ich Struktur. Ein Griff und die Sucherei fängt an, macht mich verrückt. Die Schere hat genauso ihren Platz, wie der Kugelschreiber und die Kerzen, die hier zu jeder Zeit brennen können.

Wach bin ich, aber eigentlich nicht ausgeschlafen. Noch ungewaschen, ungekämmt gucke ich aus dem Fenster und sehˋs draußen grau. Die Spülmaschine brummt. Sie ist ein altes Teil und ich hoffe sehr, sie hält noch ein bisschen durch. Die Osterreise der Junioren wird nicht so billig – aber die ist mir wichtiger.

Gestern auf dem Ostermarkt im übernächsten Dorf haben der Kerle und das Töchting Drechslereierbecher geschenkt bekommen, mit einem Achatei drin – nicht mein Geschmack – aber die Freude war riesig. Der Kuchen auch und zuckersüß obendrein.

Heute gibt’s dafür Linsen und Spätzle…

unsichtbare Krankheit

Ich möchte darüber sprechen, habe ich doch lange genug versucht sie zu verstecken. Nicht nur, dass ich Autistin bin, auch, dass ich Angst habe, ist eine Tatsache, die zu mir gehört und mich immer noch prägt. Reiß dich doch zusammen und du musst dich deiner Angst stellen, diese Sätze schaden eher, als dass sie mir helfen. Implizieren (ist das eigentlich das richtige Wort?) sie bei mir doch, dass ich selbst schuld bin. 

Aber sind Menschen schuld daran, dass sie Krebs haben? Oder sich das Bein gebrochen haben?

Seelische Krankheiten sind nicht sichtbar und werden in der Gesellschaft immer noch stigmatisiert und tabuisiert. Es ist leichter über Rheuma oder Rückenschmerzen zu erzählen, als über Ängste und Panikattacken zu reden. Es fehlt vielerorts das Wissen, dass auch die Seele krank werden kann. Eine Bekannte wollte mich davon überzeugen, dass psychische Krankheiten keine sind, sondern nur eine Prüfung. Wir müssen nur die Erkenntnis erlangen, dass kosmische Einflüsse bestehen und wir lernen müssen, Angst und Selbstzweifel auszuhalten.

Sie wollte meine Informationen nicht, war fest von ihrer Meinung überzeugt. Du kannst doch lachen, bist fröhlich, jeder Mensch hat mal schlechte Phasen, sagt sie mir. Aber welche Kraft mich diese Fassade kostet, das sieht sie nicht. Dass auch die Symptome der Angst nicht immer gleich sind und die Auswirkungen derer schwanken – an manchen Tagen gehts mir prächtig und am nächsten versinke ich in Zukunftsängsten!

Es ist wichtig ernstgenommen zu werden. Es braucht kein Mitleid, aber auch nicht diese Sprüche wie, dass man mir nichts ansieht und deswegen könnt‘s auch nicht so schlimm sein.

Es ist extrem anstrengend und stigmatisierend sich ständig rechtfertigen und erklären zu müssen. Du bist mal wieder ziemlich zickig und zynisch, dann mach doch dein Ding alleine. Ich ziehe mich für eine Weile zurück. Kannst dich ja dann melden, wenn du dich wieder beruhigt hast. Weiß diejenige, die das sagt überhaupt, dass sie eine Backpfeife ausgeteilt hat?

Empathie und ein Gespräch im geschützten Raum, wohlwollend, erst einmal zuhörend – so etwas wünschte ich mir.

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