Noch ist alles ruhig im Außen. Die Wohnung ist aufgeräumt, die Kaffeemaschine entkalkt, die Kübel auf der Terrasse in Frühlingsposition gestellt – gefegt ist auch! Bettwäsche hängt an der Leine. Alles sieht harmonisch ordentlich aus – kein Chaos, alles schick. Außen!
Innen, in mir drin rumort es. Dabei heißt es doch, dass das Innere das Äußere spiegelt. In dieser Beziehung ist der Spiegel blind, kann nicht genau hingucken oder hat ne Menge Schminke. Alles sieht perfekt aus!
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Mein Leseverhalten hat sich verändert, Sachbuchlesen, Wissen ansammeln, verstehen wollen warum was so ist, wie es ist. Niemand hat mir erzählt, dass meine Behandlung so anstrengend ist. Dabei ist noch gar nicht viel geschehen — die Psychologin war zur Vorstellung zwanzig Minuten hier. Sehr intensive Minuten! Zum Schluss haben wir zusammen gelacht.
Gerald Hüther lese ich und Dr. Christine Preißmann, das Buch von Axel Brauns Buntschatten und Fledermäuse habe ich verloren oder auch nur verlegt…
Vorhin, auf dem Weg in die Weinberge habe ich gefroren, nach der halben Strecke bin ich umgekehrt und dann wurde es hell.