Kategorie: Allgemein

der dritte Beitrag

mit Weinglas auf der Terrasse

Warten auf die Perseiden!

22:12 Uhr – Wenn ich so auf der Terrasse sitze und in den Himmel schaue erfasst mich eine hochheilige Erhabenheit. Ich sehe zwar keine Sterne, doch kann ich die Unendlichkeit ahnen. In der Nachbarschaft feiern junge Menschen ein Freudenfest. Ich sitze im dunklen, nur das Display vom Tablet erleuchtet mein Gesicht und ich fühle mich als winziges Senfkorn. Aus einer anderen Ecke ertönt laute Schlagermusik. Diese stört mich mehr, als das Johlen. 
Auch hier im Dorf ist die Luftverschmutzung sichtbar. Wie muss das erst in der Stadt sein? Schade, dass ich keine einzige Sternschnuppe sehe – ich hätte einige Wünsche!

Geburtstag

Meine Hamburger Freundin hat heute Geburtstag! Sie wäre 71 Jahre alt geworden, wenn sie nicht gestorben wäre. Was für ein verrücktes Huhn! Sie ist einmal längst durch die Republik gefahren und hat mich zum Geburtstag abgeholt. Mich, die Angst hatte alleine Bahn zu fahren. Sie hat mich in Hamburg allein in ihrer Wohnung gelassen und ich musste die Stadt an der Elbe allein erkunden. Abends hat sie mit mir Sachen gemacht und ich war stolz in einer fremden Stadt. 

Ich denke oft an sie. Sie war schon eine schräge Frau und sie hat mich nicht nur einmal öffentlich als anstrengend bezeichnet. Aber das durfte ich auch! Sie hat mich blind verstanden und wenn nicht, hat sie geredet und niemals dicht gemacht. Als ich Multiples Organversagen hatte, hat sie über  die vielen Kilometer hinweg als keine Angehörige von den Ärzten Auskunft erhalten, so überzeugend konnte sie auftreten. Als sie krank wurde, hat sie das verleugnet  – für sich, für andere, sie wollte es nicht wahrhaben, dass ausgerechnet ihr Krebs tödlich ist. 

Das war’s dann auch. Ich vermisse sie. Noch jemand den ich vermisse!

Ach so, ihr die ihr meine Beiträge nur im Reader lest, bekommt die Bilder zu den Artikeln leider nicht zu sehen. Ihr verpasst was!

kein Gedicht

Ich möcht so gern wie andre sein
Nein, sein nicht
Eher handeln können
Nicht immer gleich und sofort
Auch mal was liegen lassen
Vielleicht sogar vergessen
Nicht wieder finden

Bei mir ist immer alles gleich sofort

© petra ulbrich

Montagmorgen – Regen – gute Laune – wenn auch nach einer Nacht mit Gespenstern, Geistern und Getrappel meinerseits. „Der Sommer ist noch nicht vorbei, er macht nur Pause.“, sagt der Kerle, lässt sich einen Hoodie anziehen und friert dennoch. 

 

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