Familie, Gedanken

um Himmels Willen

Wenn jemand jetzt meine Gedanken lesen könnte – das wäre fatal, denn sie sind völlig ambivalent und manche sogar bitter. Es hat mich herumgewirbelt, heute Morgen, durch die Gegend geschleudert, ich bin im Netz hängen geblieben und fühle mich freischwebend in der Luft hängend.

Die Cousinentöchter haben eine WhatsApp-Gruppe ins Leben gerufen, meine mittlere Schwester ist dort auch dabei. Okay, alles gut und doch geht’s mir damit nicht gut. Mein Puls puscht in die Höhe, wenn ich von ihr etwas lese und ich stehe lange nicht so über den Dingen, wie ich es eigentlich möchte – hui, ist das blöd. Ich hätte so gerne Kontakt zu meiner Schwester, zu allen Geschwistern. Warum ist da diese Kluft? Warum geht das nicht?

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Familie, Kuddelmuddel

zwitschern

Liebe Geschwister – ich weiß, dass ihr hier mitlest – ich freue mich auf euch. Wir werden zum großen Geburtstag der Mutter kommen. Dennoch weiß ich nicht, wie ich euch begegnen soll! Leben wir doch in völlig verschiedenen Welten. Meine besteht nicht aus höher, schneller, weiter und ich bin lange nicht so weitgereist, wie ihr. Ich habe nicht studiert, habe noch nicht einmal Abitur und Ingenieurin oder gar Juristin bin ich auch nicht. Meine Kinder haben keinen Führerschein, sie können beide nicht einmal richtig lesen …
Ich lese wahrscheinlich auch nicht das, was ihr lest. Aber, ich weiß ja nicht einmal, was ihr lest. Bücher sehe ich bei kaum einem von euch. Aber auch bei mir stehen im Wohnzimmer keine Bücherregale.

Familie kann man sich nicht aussuchen! Stimmt! Trotzdem seid ihr meine Brüder und Schwestern.

Mein Wunsch an euch ist: Nehmt mich, wie ich bin! Vor allen Dingen möchte ich, dass ihr mich und die Junioren respektiert, meine Lebensumstände seht und meine Leistung anerkennt. So wie ich euch im Gegenzug respektvoll und anerkennend gegenübertrete.