Schlagwort: MamS

schon so lang

Der Tod ist ein Arschloch. Aber er gehört eben zum Leben dazu. Ich glaube, es ist ganz schwer zu sagen, es ist nur gut oder nur schlecht. Es ist einfach unser Schicksal als sterbliche Wesen und wir können versuchen, damit klarzukommen. Ob wir wirklich damit klarkommen, werden wir dann ja sehen.

… oder wir werden es nicht sehen, weil wir es nicht erleben! Diejenigen die zurückbleiben müssen/dürfen weiterleben. Unsere kleine Familie lebt morgen seit 13 Jahren weiter. Mal mehr, mal weniger gut. Den Spruch: „Du bist traurig? Dann sing – auch wenn es schrägt klingt.“, werde ich heute beherzigen❤️. 

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Kurzer Nachtrag: Hört das nie auf?

 

mein Ring

Es ist kein gutes Foto – ich hoffe aber dennoch, man kann erkennen, dass dieser Ring noch einen anderen Ring in sich trägt.

Es ist mein Ehering und ich habe ihn selbst entworfen, mir allerdings bei der Umsetzung Hilfe geholt. Alleine fehlte mir das KnowHow dazu.  Als unsere Ehe anfing starr zu werden, wollte ich eine starke Symbolik.

Ein Ring mit drehbaren Mittelring aus Silber, der sich in der Führung eines äußeren goldene frei bewegen kann. Mir schwebte vor, dass das Leben immer in Bewegung bleiben sollte, sich aber geführt in einem geschützten Rahmen bewegt.

Immer wieder drehe ich den mittleren Ring. Nie bleibt er starr, aber er kann auch nicht ausbrechen. Dieser Ring ist gehalten. Auch nach dem Tod von MamS trage ich meinen Ehering immer noch gerne. Eine Weile habe ich auch den meines Mannes, umgearbeitet als Schließe einer Kette, getragen. Das brauche ich nicht mehr…

nie wieder

Erst kommt der Schock und danach kommt die Leere. Zuerst funktioniert man irgendwie und dann kommt der Zusammenbruch und die Trauer kommt mit Macht. – So war es, und es ist schon so lange her, fast dreizehn Jahre. Es war ein Schock! Der Tod meines Mannes kam mit leisen Sohlen und urplötzlich. Damals bin ich drei Monate später zusammengebrochen.

Nie wieder werde ich ihn etwas fragen können, denn MamS kann nicht mehr antworten. Nie wieder wird MamS zuhause auf mich warten. Nie wieder werde ich ihn in meine Arme nehmen können oder ihm etwas Leckeres zu Essen machen. Nie wieder werde ich morgens neben ihm aufwachen, denn sein Körper ist verbrannt, die Asche bestattet und die Seele ist gegangen. Sie ist nicht mehr hier. In keinem Zimmer in unserem schönen Zuhause, auch nicht draußen im unserem vertrauten Dorf und auch nicht in den Weinbergen. Ich suche MamS schon lange nicht mehr und ich vermisse ihn doch wie nach den ersten Tagen seines Todes.

Bis ans Ende meiner Tage werde ich versuchen Verbindung mit ihm im Irgendwo aufzunehmen. Es gibt hier im Leben für mich noch sehr viel zu tun und ich werde gebraucht. Das wird wahrscheinlich noch eine ganze Weile dauern! Bis ich ihn wiedersehe, werde ich ihn vermissen.

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