Vorhin, als ich von der Arzttour nach Hause kam, wollte ich mich nur kurz hinlegen. Noch nicht einmal die Schuhe habe ich ausgezogen, bin nur hin und wieder von meiner Pulsuhr geweckt worden, weil sie abnormale Werte vibriert hat. Noch nicht einmal im Schlaf ist mein Puls normal. Alles ist gerade in Alarmbereitschaft – ich bin fix & fertig!
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Musik an einem Sommerabend
Raus aus der Kiste, weg von der Miste – einen Kilometer weit. Ein Gartenkonzert am frühen Sonntagabend. Auch wenn ich immer ein Auge auf Carsten hatte, so war es dennoch Balsam für die Seele…
Fledermäuse kann ich nicht fotografieren
Sie sind einfach zu schnell und zu elegant! Wie sie immer haarscharf am Giebel vorbeifliegen und im Flug die Fliegen fangen. Gestern Abend habe ich frierend auf der Terrasse gesessen und ins Nichts geschaut. Nur die Fledermäuse leisteten mir Gesellschaft. Alles andere war weg. Nur ich und die Nacht. Atmen und sitzen, Stille aushalten und nichts denken – an keinen Wasserschaden, für den ich keine Versicherung habe, an keinen sehr dünnen Kerle, an kein Töchting, das aus Solidarität auch nichts trinkt, an keine Bauchschmerzen, weil ich diese mit Gin betäubt habe. Ruhig, gelassen, halbwegs entspannt habe ich den Fledermäusen hinterher geguckt und nicht einmal versucht, sie zu fotografieren.
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Kniehang
Ich wollte, ich wär‘ eine Fledermaus,
Eine ganz verluschte, verlauste,
Dann hing ich mich früh in ein Warenhaus
Und flederte nachts und mauste,
Daß es Herrn Silberstein grauste.
Denn Meterflaus, Fliedermus, Fledermaus –
(Es geht nicht mehr; mein Verstand läuft aus.)
Joachim Ringelnatz