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Lichtenberg

Das Wort „Schwierigkeit“ muss gar nicht für einen Menschen von Geist als existent gedacht werden. Weg damit! | Georg Christoph Lichtenberg

Tränen sind dazu da, geweint zu werden – aber wie viele Tränen man weinen kann, ist unglaublich. Meine Tante ist gestern nach ihrem Mittagsschlaf nicht mehr aufgewacht. Ich hatte nicht gedacht, dass das solche Spuren bei mir hinterlässt. Ich habe sie sicherlich 10 Jahre nicht mehr gesehen. Sie war die jüngste Schwester meiner Mutter, unverheiratet und sehr eigenständig, unternehmenslustig und oft in den Alpen wandern. Als junges Mädchen fand ich die Tante seltsam. Sie kleidete sich immer sehr burschikos, trug schon damals fast ausschließlich Hosen und konnte mit mir, die sie als Püppchen bezeichnete, nichts anfangen. Sie urteilte nach dem Äußeren, denn meine Mutteer, ihre Schwester staffierte uns immer mit den schönsten selbstgenähten Kleidern aus: „Überflüssig!“, meinte meine Tante.  „Nur Schein und Fassade!“ Sie machte sich aber auch nicht die Arbeit einmal dahinter zu gucken!

Audio, Gedicht

blau

Ich hole ein Stück
kühles Blau vom Himmel
dort ist so viel
und gleißend Licht

Hülle mich ein
in helles Linnen
darunter nichts
als nackte Haut

Dein Blick
spricht Bände
und die Hände
kannst du nur mühsam
bei dir halten

Langsam schweben
Wolkenfetzen
über meinem Haar
Finger finden ihren Weg

 – und nicht nur sie

© piri ulbrich

Musik

von jüngeren Menschen empfohlen

Mein Neffe hat mir dieses Video geschickt – gefällt mir, hab ich auch grad gebraucht…

09:42 Uhr: Wer denkt, mich in eine Schublade stecken zu können, der irrt. Ich weiß ja selbst nicht in welche Schublade ich passe. Das macht es so schwer. Nirgendwo richtig zuhause zu sein, ist gar nicht so einfach. Einige denken, ich ecke mit Absicht überall an. Oh nein, dem ist nicht so.