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der Kaffee ist fertig

Guten Morgen!

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10:46 Uhr – schon den ganzen Vormittag hänge ich beim Venenarzt in der Warteschleife. Onlinetermine kann ich leider nicht buchen, obwohl es großspurig auf der Webseite und der Bandansage angekündigt ist!

11:21 Uhr – durchgekommen,  eine sehr nette Mitarbeiterin am Telefon gehabt, Termin bekommen!

11:59 Uhr – Es geht nicht nur darum, Stress zu vermeiden, sondern auch darum, die Widerstandskraft zu stärken und einen guten Umgang damit zu finden. Denn Stress an sich lässt sich nie ganz aus unserem Leben verbannen.  Meine Güte, kann es nicht mal ein bisschen weniger aufregend sein? 

Der Kerle hat wieder einmal gekotzt und nun liegt er flach. Sieht aus wie Ziegenkäse und riecht auch tatsächlich ein bisschen so.

14:02 Uhr – Hört das eigentlich nie auf? Diese Achterbahnfahrt? Mein Sohn lacht, sortiert Legobausteine immer wieder um und baut kuriose 🛸Weltenraumschiffe während ich Angst um ihn habe.

19:37 Uhr – Jetzt tät ich gerne noch was g‘scheites schreiben, aber wir mussten eine Raumschiffflotte zusammenstellen und Tee kochen und Rührei essen, mit Kräutern und dem Restsalz, was noch da war.

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Fortsetzung folgt jetzt wohl nicht mehr!

Du Mama

Der Kerle erzählt mir eine Geschichte vom Faultier, das bei ihm im Zimmer lebt. Als ich ihm sage, dass das doch gar nicht stimmt, meint er: Nehmen wir mal an, da würde sich so ein grünlichgraubraunes Tier mit Grinsegesicht in mein Zimmer schleichen, so eins von dem wir gerade lesen, und dann würde es auf einer kleinen Matratze zwischen Lumibär und Heizung schlafen, dann hätte ich immer einen Spielkameraden, der mir nicht so schnell davonhuschen kann, denn Faultiere sind doch langsam, oder? Außerdem, weißt du Mama, Faultiere müssen nur einmal in der Woche pinkeln!

Das Töchting kommt um die Ecke gebogen und meint nur ganz trocken: Zwei Faultiere in so einem kleinen Zimmer, ist das überhaupt artgerecht?

einseitig, zweiseitig, vielseitig

Gerade weint der Himmel nicht. Das Töchting ist freudig aufgebrochen – zu ihren Werkstattfreunden – und dass, obwohl es ihr nicht gut geht. Bauchschmerzen, Rücken- und vor allem Fußweh. Ich bin ihr sehr dankbar, muss ich doch mein Bild für die Öffentlichkeit neu malen.

Jemand sieht die Mutter. Nur die Mutter. Die, die aufopferungsvoll pflegt, alles für ihre Kinder tut und die sich dabei völlig verausgabt. Klar, es ist ein großer Teil von mir. Aber beileibe nicht alles.

Andere sehen die querulante Frau, die immer (!) was zu meckern hat. Die, die Dinge sieht, die gerne übersehen werden und diese auch benennt. Es ist unbequem – sowohl für mich, als auch für andere.

Bin ich nicht auch die Leserin, die Vorleserin? Die, die Gedichte schreibt, die kaum jemand versteht? Die, die den Junioren die Bücher nahe bringt. Aber da bin ich ja schon wieder bei der Mutter!

Gerne wäre ich auch die, die öfter ins Theater geht, oder auf Reisen. Hirngespinste!

Essen gehen möchte ich – in erstklassige Lokale – Geld ausgeben für Schweinsbäckle oder Bœuf bourguignon. Dazu ein guter Wein!

Oder mal wieder in die Oper gehen und anschließend Pommes essen.

Immer bin ich ich. Mit meinen Macken und Unzulänglichkeiten. Aber auch mit meiner Stärke. Ich gebe nicht auf!

Meine Malstifte sind eingetrocknet – nein, sind sie nicht, aber die Bilder verschwimmen …

18:39 Uhr – Heute habe ich das erste Mal jemanden in einem Chatportal blockiert. Hieroglyphen (sprich: irgendwelche Buchstabenfolgen/Tippfehler) kann und will ich nicht entziffern.

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