Seite 1358 von 1539

keine Bregenwürste

Vergessen, ich habe sie vergessen einzukaufen – die Bregenwürste aus Hameln. Hier gibt es doch keine und zu Grünkohl gehören sie für mich zwingend dazu. Was mache ich jetzt? Mir welche schicken lassen? Ja, wahrscheinlich! Aber das ist nicht dasselbe. Ich hät‘ sie schon sehr gerne selber gekauft. Beim Metzger meines Vertrauens, aber den gibt’s ja auch nicht mehr …

„Herr schick Bregen.“, das sagte mein Opa, wenn einer von uns Enkel mal wieder einen dummen Spruch gemacht hatte. „Könnt ihr nicht denken? Ist euer Kopf rund, damit die Gedanken kreisen?“ Streng war er, der alte Mann, liebevoll streng wenn es darum ging etwas zu wissen. Wissen war das A und O. Er war Lehrer – Dorfschullehrer erst und danach im Oberschulamt tätig. „Wir lernen unser ganzes Leben! Setzt euch nur nicht auf die faule Haut!“ Auch mein Vater war, zeit seines ganzen Lebens, ein Lernender. Ich bin sicher, dass er einen Internetanschluss hätte, interessiert hat ihn diese ‚verdammte Technik‘ jedenfalls sehr. Bregenwurst mochte mein Vater unglaublich gerne. …und wie habe ich jetzt die Kurve gekriegt?

∙∙∙∙∙·▫▫▫▫ᵒᵒᵒᴼᴼ ᴼᴼᵒᵒᵒ▫▫▫▫∙∙∙∙∙·

Noch eine Weisheit:

Erinnert euch daran, nach oben in die Sterne zu blicken und nicht nach unten auf eure Füße! Versucht, dem, was ihr seht, Sinn zu geben, und fragt euch, was das Universum existieren lässt. Seid neugierig. Wie schwierig das Leben auch erscheinen mag, es gibt immer etwas, was ihr tun könnt und worin ihr erfolgreich sein könnt.

Stephen Hawking

eine verschwundene Brille und noch viel mehr

Ich freue mich über jeden Kommentar – sind sie doch ein Zeichen, dass der Text gelesen wurde. Danke!

Am Sonnabendnachmittag ist Wiebkes Brille auseinandergebrochen. Kein Problem, dachte ich, habe ja eine Ersatzbrille dabei – Pustekuchen, die Brillenschachtel war leer. Ich habe die Brille reparieren können. Nur mit den Fingern. Darauf bin ich stolz. Heute stelle ich fest, dass die zweite Brille nicht mehr da ist – verloren! Wahrscheinlich auf einer Freizeit oder irgendwo. Ich weiß es nicht. Also werden wir heute Nachmittag zuerst einmal die notreparierte Brille vom Optiker richten lassen und eine neu aussuchen – eine Brille allein reicht nicht. Wenn diese kaputt ist, tappt Wiebke im dunklen. 

Cola auf dem Teppich klebt und zieht den Dreck an. Ich bin heilfroh, dass keine Astronautenkost umgekippt ist, als Carsten mir mit Händen und großen Worten erklären wollte, dass Mannheim ganz woanders ist als Köln – und dass ein Zug von München nach Hamburg sehr lange unterwegs ist und man zwischendurch im Bordrestaurant etwas essen kann. – Er aber nicht! Warum nicht – darum hat er lange rumgedruckst. Ich jedenfalls habe gerade kniend den Wohnzimmerteppich geschrubbt. 

Der langersehnte Regen ist da. Ich schaue von drinnen den tanzenden Tropfen zu. Der Wind wirbelt die letzten Blätter, kleinere Äste peitschen durch die Luft – es kommt pitschnass vom Himmel und wir wollen ins Dorf. Die Schimpfkanonaden der Junioren kann ich jetzt schon singen.

Unser Adventsbuch ist lustig – interessiert aber die Junioren nicht die Bohne. Da müssen sie jetzt durch!

 

Copyright © 2026 voller worte – mit und ohne Innenfutter

Theme von Anders Norén↑ ↑

Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.