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Jede Nacht

Sie sitzen im gleißenden Licht der Burger-Bar, weil was anderes um diese Zeit nicht mehr offen ist. Um halb drei hat es zu schneien begonnen, kümmerliche Flocken, die jetzt in Regen übergehen. Der Taxifahrer und der Engel und eine Frau, deren Namen niemand kennt. Sie wachen über die Stadt. Das nehmen sie sehr genau. Die Müdigkeit schreckt sie nicht. Manchmal bringt der Taxifahrer einen Verirrten heim, und der Engel greift einem Verirrten ins Messer. Was die Frau macht, weiß niemand, aber es ist gut, dass sie da ist, da sind sie sich einig. Sie geht ihrer geheimen Aufgabe nach, die nicht mal sie kennt. Aber sie tut es gewissenhaft. Jede Nacht ist sie da. Ihre Treue lässt den Engel weitermachen.

Jeder macht das, was er kann. Jede hat ihren Platz und alle sind in ihren Herzen hoffentlich für sich selber da…

3 Tropfen

… und Authentizität!

Lange habe ich gedacht, ich müsste mich verstellen um zu gefallen – die Realität hat es mir so vorgemacht. Ich war immer gerne gesehen, wenn ich mich angepasst hatte. Bei einigen. Bei anderen, war das anders. Da war es erwünscht, ich wäre forsch und mutig Dinge anzusprechen, die sich sonst keiner traut.

Mit der Zeit wurde ich immer unsicherer. Mein kindlicher Mut verschwand. Mein Jugendlicher Übermut verschwand. Ich wurde immer ängstlicher. Angepasst war ich nur äußerlich nach außen. Innerlich brodelte es in mir. All die Ungerechtigkeit hat mich maßlos geärgert. Mich hat viel geärgert. Zu viel. Ich wusste nicht, wo ich anfangen sollte etwas zu ändern. So habe ich mich nach und nach selber verändert.  Ich habe mich jedem angepasst, wollte es jedem Recht machen – jeder Gruppe, der ich angehören wollte, habe ich mich angepasst. Ich habe sogar überlegt, den Leuten das zu sagen, was sie hören wollten. Ich habe mich verloren! Inzwischen weiß ich gar nicht mehr so ganz genau wer ich bin.

Wer immer für andere lebt – ich mache das schon Jahrzehnte – vergisst, wer er eigentlich ist, auch wenn  ab und zu ein bisschen eigenes durchschimmert.

Die Verantwortung, die ich habe, drückt auf mir. Gerne täte ich diese von Zeit zu Zeit abgeben, um mich selbst wieder zu finden. Die Rebellin, die Verrückte ( im positiven Sinne), die Kreative – die ist nämlich ziemlich auf der Strecke geblieben. So gerne würde ich die Sorge ablegen und die Verantwortungskompetenz für eine Weile jemanden anderen übertragen – oder wenigstens teilen.  Dann würde ich mich auf der Suche nach mir selbst begeben und mich hoffentlich nicht in einer einsamen Ecke finden.

3 Tropfen  eines stimmungsaufhellenden Mittels – mehr brauche ich nicht, das habe ich lange mit dem Arzt zusammen ausgetestet – helfen mir, mich selber wieder zu entdecken. 3 Tropfen, um die Wut rauszulassen, den Mut zu sehen, der nur schlummert. 3 Tropfen, um die Freude zu spüren, zu lachen, aber auch zu weinen. Zu sehen, dass es schön ist, was ich mache und 3 Tropfen, um den anderen nicht immer nach dem Mund zu reden und ihnen Parolie zu bieten.

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Hey, ich koche das zu Weihnachten was ich will!

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Ich freue mich über mich – ihr dürft gerne kommentieren . Danke!  

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