Zweimal die gleiche Überschrift hintereinander ist nicht klug.
Egal, das Leben an sich ist nicht klug und darin kommen auch Duplizitäten vor. Oder ist es so, dass wenn man selbst ein rotes Auto fährt, auf der Straße vermehrt rote Autos sieht. Als ich schwanger war, habe ich damals auch viele Frauen mit dickem Bauch bemerkt!
Gestern ist ein Teeny aus der erweiterten Nachbarschaft ganz plötzlich gestorben. Ein Verkehrsunfall. Näheres weiß ich nicht. Carsten kennt ihn und hat ab und zu ein paar Blödelworte mit ihm geredet. Allein die Tatsache, dass ein ca. 13 Jahre alter Junge mit einem kleinwüchsigen behinderten Menschen redet ist schon bemerkenswert, haben die doch in dem Alter eigentlich ganz andere Prioritäten.
Heute Morgen höre ich im DLF zufällig die Morgenandacht – es ging um Organspende und dass die Pfarrerin erst kritisch war und das nun befürwortet. Da erinnerte ich mich an ein Gespräch mit dem verunfallten Teeny, der damals sagte: „Wenn ich einmal tot bin, kann jeder mit mir und meinen Organen machen, was er will!“
Jetzt hoffe ich, dass die trauernden Eltern das auch wussten und dass es überhaupt möglich ist, seine Organe zu spenden. Geht das nach Verkehrsunfällen, wenn der Körper so malträtiert ist? Kann man so schwerwiegende Entscheidungen im Schockzustand treffen? Ja, wie würde ich entscheiden? Als mein Mann starb, stand es nicht zur Debatte – trotz Organspendeausweis. Ich hätte zugestimmt und würde es immer wieder tun.
Manchmal kann das Leben uns ganz schön aus dem Gleichgewicht bringen und der Stresspegel steigt. Dann muss man die Reißleine ziehen …