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Husten, Quark und sonstige Dinge

Quark mag ich am liebsten mit Kartoffeln essen oder süß angemacht mit Früchten und ein bisschen Sahne drin. Honig mag und darf ich nicht. Beides zusammen, wie mir eine Kommentierende vorgeschlagen hat, auf die Brust schmieren will ich nicht. Denn erstens klebt es und zweitens hilft dieses Gemisch garantiert nicht gegen meinen Husten, der kein „sogenannter oder auch Würfelhusten“ ist. Jede Art Hausmittelchen wäre rausgeschmissenes Geld. Der Husten, den ich habe, ist ein wenig, um nicht zu sagen komplett, was anderes. Ursache dessen ist ein Lungenemphysem* und so etwas, das müsste auch den ambitioniertesten Hobbymediziner*innen klar sein, bekommt man nicht mit Quark in Griff.

Unter „sonstige Dinge“ möchte ich erzählen, dass ich zwar kein ausgeprägtes Selbstwertgefühl habe, dennoch aber mein Leben und das der Junioren souverän meistere. Wenn man uns unterwegs sieht, dann sieht man eine toughe Frau, die alles schon geregelt bekommt. Nach außen kann mir keiner was. Auch deswegen schreibe ich hier im Blog so offen von meinen Ängsten, denn ich bin weiß Gott nicht die einzige, die so rumläuft. 

09:36 Uhr – mir scheint, es wird Normalität, dass ich Nachträge dranhänge! Unter „sonstige Dinge“ fällt auch noch mein Unbehagen in Blogs zu kommentieren, von denen ich meine, die Blogbetreiber*innen haben gar kein Interesse an meinen Kommentaren und schon gar keins an mir. Ein bisschen dumm komme ich mir dann vor. Auch gemobbt, wenn so gar keine Resonanz zurückkommt.

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*geraucht habe ich übrigens nie wirklich.

ach nee, oder?

Eigentlich könnte ich ganz viele „Ach nee“ sagen. Virtuell und ganz real im Leben!

Du bist falsch
da reagierst du über
du bist so schroff
und viel zu
gradeaus

Das ist falsch
das ist nicht richtig
unfreundlich bist
du obendrein

© petra ulbrich

15:18 Uhr – aus Gründen möchte ich nicht jeden Kommentar kommentieren.

15:26 Uhr – ach, und noch ein Nachtrag, weil ich Erklärungen so gerne mag: ich huste seit Wochen und bekomme selbst keinen Pneumologen-Termin – frühesten im April und der Hausarzt kriegt’s nicht in Griff.

17:22 Uhr – eigentlich sollte ich auf mein Bauchgefühl vertrauen. Warum ich es nicht mache, weiß ich. Doch wider Erwarten handle ich völlig irrational. 

19:46 UhrDie Junioren genießen ihr Wuppagebrabbel. Nicht sehr laut. Aber ausdauernd und rhythmisch, in endloser Wiederholungsschleife. Mich freut es, dass sie so glücklich sind. Ich wäre gern weit weg.

demütig, nüchtern, wach

Aus den Augen, aus dem Sinn, oder: alles ändert sich!

Nein, es hat nichts mit dem Urlaub zu tun, eher damit, dass wir alle nur zwei Augen haben und auch nur das sehen, was wir sehen wollen. Ich bin ja genauso. Das Tempo jedes Einzelnen ist unterschiedlich. Wer im richtigen unterwegs ist, das weiß niemand. Dito ist es mit der Wahrnehmung. Aber ist es nicht auch so, dass wir unsere Blase verlassen müssen, über unseren Tellerrand schauen sollten – und nicht nur einmal, sondern öfter –, damit wir (einschließlich mir) sehen, dass wir nicht der Nabel der Welt sind.

Aber manchmal passen wir nicht in das Konzept des anderen. Manchmal wurde ein Satz gesagt, der nicht passt, nicht gepasst hat, und dann ist Schicht im Schacht. Geht ja auch einfach, man kann ghosten. Sich einfach nicht mehr melden …

Ernüchternd? Mag sein, wach auf jeden Fall und demütig – auch wenn es eher aufmüpfig und provokant wirkt. Manchmal zieht man falsche Schlüsse, bei den vielen Gedanken, die in der Luft liegen.

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10:13 Uhr – Heute muss ich eine Menge Spam-Kommentare aushalten.

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