Hach ja, manchmal ist mir danach in fremden Gefilden zu wildern. Besonders dann, wenn es Abend wird, die Junioren zufrieden sind, mein Tagwerk vollbracht ist,. Sprich: mit der kommunalen Behindertenbeauftragten zu telefonieren – obwohl ich eine miserable Telefonistin bin – mit einem Mitarbeiter der Krankenkasse ebenso zu telefonieren und ich zwar nichts konkretes in puncto Carstens Essen erreicht habe, aber ein gutes Gefühl besitze verstanden zu werden. Ist ja auch was!
Wildern, in Heftchen, die hier herumliegen und mal wieder Janosch lesen wollen. Er hat nicht nur wunderbare Kinderbücher geschrieben und illustriert, sondern auch philosophische Bücher für Erwachsene geschrieben. In einem Heftchen steht von mir handschriftlich verfasst, dieses:
Das Leben ist so: Du wirst hineingeworfen, wie in ein kaltes Wasser, ungefragt, ob du willst oder nicht. Du kommst lebend nicht mehr heraus. Darüber kannst du: a) unglücklich sein und ersaufen; b) dich lustlos und frierend solange über Wasser halten, bis es vorbei ist; c) einen Sinn suchen und einfordern und dich grämen, weil er sich nicht zeigt; oder du kannst d) dich darin voller Freude tummeln wie ein Fisch und sagen: „Ich wollte sowieso ins Wasser, kaltes Wasser ist meine Leidenschaft. Was für ein verdammt schönes Vergnügen, Leute!“
Janosch
Eines der ersten Bilderbücher, das Carsten auswendig kannte, war: Das Auto hier heißt Ferdinand