Kategorie: Gedanken

Liken

Ich mag nicht mehr liken und mag nicht mehr geliked werden. Ich habe es schon so oft geschrieben und es regt mich immer noch auf. Es ist so beliebig!  Irgendwann gehen wir in unserer Beliebigkeit baden und sehen außer Likes und Sternchen nicht mehr den oder die, die dahintersteht!

Meiner Meinung nach hat dies Geklicke wenig mit Wertschätzung zu tun, sondern ist reine Selbstdarstellung: Guck, ich habe ein Zeichen gesetzt, jetzt komm doch auch zu mir und hinterlasse ebenfalls ein Sternchen. Warum ich es dennoch unter den Beiträgen habe, hat den Grund, dass man diese ‚Gefällt mir-Dinger‘ im WordPress-Reader nicht abstellen kann. Und, weil bestimmt manche das auch so meinen; gefällt mir! Aber es gibt auch die Dauerklicker*innen, die so gar keine Kommentare schreiben. –  Hier muss niemand kommentieren. Klar, ich mag Kommentare, auch kritische – aber bitte respektvoll und nicht bevormundend!

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Anderes Thema: mir ist im Internet von jemanden meine Identität geklaut worden. Mit einer meine E-Mailadressen wird bei einer Internetapotheke bestellt. Bei der Polizei wurde mir geraten, die ankommenden Mails zu ignorieren und zu löschen. Jetzt kommen Rechnungen und das Ganze bekommt eine neue Qualität. Nicht, dass meine Nerven sowieso schon blank liegen – jetzt kann auch ein Laie sie sezieren!

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Ich fände es schön, wenn wir alle niemandem einen Stempel aufdrücken – und sei es nur ein schnell gedrücktes Like!

übern Berg fahren

Heute Abend habe ich frei. Ich könnte, wenn ich wollte, wenn ich könnte und mich trau, zum Spieleabend in die örtliche Bücherei gehen. Ich werde es tun, auch wenn ich tausendmal lieber ins Bett möchte – eine Nacht durchschlafen. Aber soziale Kontakte sind so rar, da muss/sollte ich jeden Strohhalm nehmen.

Zu oft verliere ich mich im Alltag zwischen Pflege, Ver- und Umsorge, zwischen Formularen, trösten und Streit schlichten, vorlesen und einfach nur funktionieren, dass ich gar nicht mehr weiß, wie sich selbst sein anfühlt.

Heute Abend geht’s mir nicht um große Träume, die Puppen tanzen zu lassen oder das Glück im Spiel zu finden. Es geht darum, einen kleinen Schritt nach außen zu wagen, mich zu spüren und ums gesehen werden.

Ich möchte mich wichtig nehmen, möchte zum Leben ja sagen, will mich spüren und nicht nur als Mutter gesehen werden. Ich bin Mensch. Das sagte Margot Friedländer: seid Menschen! Ich bin einer von euch – mit Haut, Herz, Verstand, Sehnsucht und allein!

Heute Abend bin ich unglaublich dankbar, dass sich eine Frau zutraut, die Junioren zu betreuen. Sie schenkt mir kostbare Zeit. Es ist ein Tropfen in der Pfütze, aber: Scheiß was drauf, in Pfützen kann sich das gesamte Universum spiegeln.

Heute Abend möchte ich nicht stark sein, nur echt, nur ich. Der Rest ist der nächste Schritt!

wollen?

Willst du was verändern?
Dann fang an, zuzuhören. Nicht zu bewerten. Und sieh den Menschen. Nicht das Etikett. Nicht die Sensation. Guck rein, nicht drauf!
Ich glaube, ich bin zu nett.

14:53 Uhr – Nachtrag: Machen statt meckern! Passt auch, war aber nicht meine Intension.

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