Schlafen, ich muss schlafen. Zwei Nächte mit jeweils vier Stunden sind zu wenig. Schlafen, ich muss schlafen. Erzwingen lässt er sich nicht, aber ich muss. Muss wirklich. Denn wenn es noch eine Nacht mit wenig Schlaf ist, dann wackeln meine Beine und ich kann das Töchting nicht tragen. Dann ist das Gefüge aus dem Gleichgewicht und nicht nur ein Leben eiert.
Was so ein bisschen Schlaf ausmacht? Zusammen mit gutem Essen und ausreichend Wasser! Dabei dreht sich kein Gedanke nachts im Kreis, mir kommen keine Geister – die mögen lieber den hellerlichten Tag, weil sie die Dunkelheit fürchten –, nachts läuft mein Hirn leer. Das Nussschalenboot dümpelt auf tiefblauem See im Mondschein, ohne auch nur eine Welle zu schlagen. Wär vielleicht besser, wenn ein Gedankenfunke ums Eck jagen würde und Bewegung die Oberfläche kräuseln täte. Dann würden sich die Gedanken nicht langweilen und in den Schlaf jagen …
Kennt ihr die Wolfsstunde? Ich möchte sie heute ausfallen lassen.