Kategorie: Gedanken

halb zwei vorbei

Mittag vorbei. Was habe ich bislang gemacht? Wäscheberge bezwungen, eine ehemalige Chorkollegin vor ihrem Haus getroffen und einen bitteren Kaffee mit ihr getrunken. Sie hat schwer abgebaut, hört nicht mehr alles – eventuell nur das, was sie will – aber sie sieht top gepflegt aus, kam grad vom Friseur. Ich kam vom Sport und war leicht derangiert. 

Minna wäscht. Was tät ich ohne meine Waschmaschine? Halb zwei vorbei und die Junioren kommen um kurz nach drei. Das Wetter draußen lädt mich nicht ein, noch eine Runde durch die Weinberge zu schleichen. Tja, werde ich halt den Staubsauger bemühen und darüber sinnieren warum es das Teppichreinigungspulver nicht mehr gibt!

ein Bild machen

Wie soll ich ein Bild vermitteln, ohne meine Junioren zu fotografieren? Ihr werdet ein Bild im Kopf haben. Aber ist es das, was ich weitergeben will? Hier, im Blog, kann ich nur Fragmente aufzeigen. Diese Puzzleteile ergeben noch lange kein Ganzes, weil ich auch bewusst Dinge weglasse. 

Dass mein Töchting zickig ist, ist nur ein Teil. Dass der Kerle ein Charmeur ist, auch nur einer. Dass ich Angst habe, zwar momentan ein großer Teil von mir, aber noch lange nicht alles. Ich glaube, dass wir alle für andere – für jeden anderen – eine andere Person sind, weil auch das Gegenüber nur das sehen kann, was es sehen will. 

∙∙∙∙∙·▫▫▫▫ᵒᵒᵒᴼᴼ ᴼᴼᵒᵒᵒ▫▫▫▫∙∙∙∙∙·

Mouches volantes, ein so schöner Name für bescheuerte Augenflecken, die mich plagen. Hofft mit mir, dass meine Augenärztin einen Plan hat. Nachtrag um zwanzig nach zehn: Hat sie nicht! Muss ich mit leben, sagt sie.

Normal

Niemand weiß, dass manche Menschen enorme Energie aufwenden, um normal zu sein. | Albert Camus

Wenn ich gefragt werde, wie es mir geht, dann antworte ich fast immer: Normal! Tatsächlich kostet es mich oft einiges an Kraft. Aber wer will wirklich wissen, dass der Kerle schon wieder kotzt, das Töchting nicht mit spazieren gehen möchte und deswegen im Vorfeld heftig weinend sich fast aufgelöst hat? 

Einmal umziehen, bitte! Einmal beruhigen, bitte! Einmal die Ausflugsbegleiterin vertrösten: Ich beeile mich, wir können gleich los. Danke, für das Verständnis! Aber bitte, es darf nicht zu lange dauern. Normal ist doch, dass man fertig ist – auch die behinderten Junioren – wenn ein Zeitpunkt festgelegt ist. Normalerweise bin ich fertig. Meist fix und fertig und doch voller Vorfreude. So auch heute.

 … und wir waren vor dem großen Regen wieder im trockenem Auto!

Copyright © 2026 voller worte – mit und ohne Innenfutter

Theme von Anders Norén↑ ↑

Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.