Kategorie: Behinderung

wenn irgendwer

sie oder er

Falls irgendwer mir jetzt noch mal Sprüche um die Nase wirft, seien sie auch noch so gut gemeint,

dann

– dann kann ich auch nichts machen! Natürlich ist Mitgefühl großartig, hilft mir nur rein gar nichts.

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Die Junioren sind im Bett, sollten jetzt eigentlich auf dem Weg in die Werkstatt sein und dort gut ver- und umsorgt werden. Geht nicht! Sind beide viel zu schlapp. Was mit mir ist, danach fragt keiner. Was mit den Pflegekräften allgemein ist, danach fragt kaum jemand. Was mit den Angehörigen, der zu pflegenden ist, erst recht nicht! Egal, für mich ist das wirklich egal – ich mache es weiter, bis ich zusammenklappe. Was mir helfen würde, wäre praktische Hilfe wie, dass mir jemand Essen kocht und den Efeu vorm Haus abschneidet (er wuchert und ich habe nicht die Kraft dazu ihn zu entfernen). Auch einmal durchsaugen täte gut.

Carsten & Wiebke sind wunderbare Menschen, sie meckern nicht (oder nur sehr wenig) und sie können sich, im Rahmen ihrer Möglichkeiten, gut allein beschäftigen. Dennoch muss ich jeden Tropfen und jeden Bissen bei beiden in den Mund reden – auch da hätte ich gerne Unterstützung. Die Pastorenfreundin ist inzwischen alt geworden und hatte noch nie die Geduld mit uns am Esstisch zu sitzen. Eine neue Helferin ist Diabetikerin, und wenn niemand als Vorbild mitisst, dann geht der Schuss mit dem Essen zu helfen nach hinten los: „Die isst doch auch nicht!“ Dass sie es aus Gründen nicht kann, ist schwer vermittelbar. Es wird Zeit, dass wir endlich zur Mutter-Kinder-Kur kommen. Nur einen verbindlichen Termin haben wir immer noch nicht!

Wenn Lungenentzündung diese Wirkung hat, dann ist das wenigstens ein positiver Effekt: der Kerle hat Hunger! Allerdings sind die Junioren sehr schlapp und fordern mich schon heftig heraus. 

The Doors

Ich bin großer Fan von Jim Morrison, seine laszive Art mag ich sehr und in Paris habe ich sein Grab besucht. Gestern gab es  auf ARTE einen Themenabend!

Manchmal habe ich das Gefühl das Leben rauscht an mir vorbei. Warum bin ich nur so unzufrieden? Aber wenn meine Junioren Pläne haben und ich immer wieder sagen muss: „Das können wir nicht, weil niemand da ist, der oder die uns begleitet!“, dann tut mir das weh. Wir wollen auch in Urlaub fahren oder essen gehen – ja sogar der Kerle mag gerne essen gehen … Teilhabe am Leben haben. Ich habe es schon mal geschrieben, Corona trennt die Menschen von den Menschen! Und leider wird es sehr lange dauern bis  wenigstens etwas Normalität wieder kommt.

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